Weihnachtsbaum-Aktion in der Innenstadt – Kritik an Stadt Mainz

Damit Besucher der Innenstadt auch abseits des Weihnachtsmarkts entsprechendes Flair geboten bekommen, hat die „Interessengemeinschaft Mainzer City-Carré“ Tannenbäume aufstellen lassen. Gleichzeitig übt sie damit harte Kritik an der Stadtverwaltung.

Weihnachtsbaum-Aktion in der Innenstadt – Kritik an Stadt Mainz

Momentan zieht der Mainzer Weihnachtsmarkt rund um den Dom die meiste Aufmerksamkeit der Innenstadtbesucher auf sich. Doch auch abseits der Traditionsveranstaltung wollen Einzelhändler den Kunden weihnachtliches Ambiente bieten. Deshalb hat die „Interessengemeinschaft Mainzer City-Carré“ nun zwischen Römerpassage und Höfchen 30 Nordmanntannen aufgestellt, die in den nächsten Tagen noch dekoriert und mit Lichterketten geschmückt werden sollen.

Stadt darf nicht „ausbluten und veröden“

Wie der City-Carré-Vorsitzende Dieter Grünewald sagt, soll mit der Baum-Aktion dafür gesorgt werden, dass die Innenstadt optisch und qualitativ aufgewertet wird, „damit Mainz nicht ausblutet und verödet“. Denn sowohl Mainzer als auch Besucher aus anderen Städten sollten sich in der Stadt wohlfühlen, hier gerne verweilen, einkaufen und im besten Fall die Mainzer Lebensart und Atmosphäre genießen. Bei einem Pressetermin am Freitag in der Innenstadt war auch OB-Kandidat Nino Haase vor Ort, der die Aktion mitorganisiert und -finanziert hat.

Es müsse dringend etwas getan werden im Carré. Der aktuelle Zustand sei einer Landeshauptstadt nicht würdig, sagt Grünewald. „Die Stadtverwaltung muss die erforderlichen Voraussetzungen für eine Aufwertung und Belebung schaffen und die vielen Mängel beseitigen.“ Um die Kritik an der Stadt zu untermauern, präsentiert Grünewald eine Befragung der Händler vor Ort, die Mitte November erhoben wurde. Darin äußerten sich 28 Betriebe, die in den Fußgängerzonen in der Lothar-, Stadthaus-, Adolf-Kolping- und Emmeranstraße sowie in der Seppel-Glückert-Passage, am Kardinal-Volk-Platz und in der Pfandhausstraße liegen, zu aktuellen Themen in der Innenstadt.

Besonders unzufrieden zeigten sich die Geschäftsleute demnach mit den Parkhausgebühren, die sie als viel zu hoch einstuften. Auch die Kontrollen des Ordnungsamts, was (Verkehrs-) Sicherheit und Sauberkeit in den Fußgängerzonen angeht, bewerteten die Befragten als mangelhaft. Einige Geschäftsleute vor Ort äußerten auch, dass sie befürchten, dass sich diese Probleme über kurz oder lang auch deutlich auf die Kundenfrequenz auswirken würden beziehungsweise es teilweise auch schon getan hätten. Wie Grünewald sagt, zeige dies einmal mehr, dass dringend gehandelt werden müsse, damit die Innenstadt nicht weiter an Attraktivität verliere.

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