Der Mainzer Rosenmontagszug ist in diesem Jahr rund eineinhalb Stunden früher am Ziel angekommen als im vergangenen Jahr. Wie der Mainzer Carneval-Verein (MCV) mitteilt, hat das überarbeitete Konzept des Vereins gewirkt und den Zug deutlich vor Einbruch der Dunkelheit beendet.
Neues Konzept mit kleinen Lücken
Um den Zug zu verkürzen, hatte der MCV im Vorfeld rund zwanzig Zugnummern gestrichen und fast 30 Wagen weniger an den Start geschickt. Zudem sorgten deutlich geschlossenere Reihen bei Garden und Fußtruppen für einen kompakteren Ablauf. „Wir haben damit unser selbstgestecktes Ziel erreicht und dürfen feststellen, dass unsere Maßnahmen gegriffen haben, ohne dass der Zug an Attraktivität verloren hat“, bilanziert MCV-Präsident Hannsgeorg Schönig.
Trotz des zügigen Vorankommens gab es laut Schönig auch in diesem Jahr größere Lücken. „Deren Ursachen wir noch analysieren müssen“, so der MCV-Präsident. Für eine Verzögerung sorgte unter anderem ein Notarzteinsatz, bei dem eine bewusstlose Person in der Nähe der Zugstrecke versorgt werden musste. „Aber genau für solche Fälle brauchen wir Zeitpuffer, denn bei 500.000 Zuschauern kann es immer zu einem Rettungseinsatz kommen“, erklärt Schönig.
In den kommenden Wochen will der MCV die Abläufe gemeinsam mit der Zugleitung, den Garden und Vereinen auswerten und für das kommende Jahr gegebenenfalls weiter anpassen.
Positive Bilanz der Einsatzkräfte
Auch Zugmarschall Thorsten Hartel zeigt sich zufrieden: „Wir hatten schon im Vorfeld die Verantwortlichen der einzelnen Zugnummern eingebunden, und ich freue mich, dass im Großen und Ganzen alle mitgemacht haben. Dafür ein herzliches Dankeschön an alle Garden und Vereine.“ Mehr als 9000 Teilnehmer waren beim 122. Rosenmontagszug dabei. Der Dank des MCV gelte allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kräften, die zum Gelingen des Zuges beigetragen haben.