MVB und Sparkasse ziehen Bilanz: So lief das Corona-Jahr

Mainzer Banken veröffentlichen Bilanz für 2020

MVB und Sparkasse ziehen Bilanz: So lief das Corona-Jahr

Die Sparkasse Mainz und die Mainzer Volksbank (MVB) haben in der ersten Märzwoche eine Bilanz für das vergangene Corona-Jahr 2020 gezogen. Beide Banken geben darin an, bisher vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen zu sein.

Sparkasse Mainz

Mit einem Betriebsergebnis von 18,3 Millionen Euro liegt die Sparkasse Mainz etwa auf dem Niveau von 2019 (18,2 Millionen Euro). Dies sei „zufriedenstellend“. Bei der Durchschnittsbilanzsumme kann die Sparkasse ein Wachstum von 11,6 Prozent auf 2,621 Milliarden Euro aufweisen. Das Kreditgeschäft legte im Jahr 2020 um 6 Prozent zu: Stärkster Treiber seien hierbei der private Wohnungsbau und die Finanzierung des Mittelstandes.

Das Volumen der Kundeneinlagen hat mit einem Plus von 12,3 Prozent sehr stark zugenommen. Das begründet die Sparkasse Mainz mit fehlenden Konsumausgaben von Privatkunden während des Lockdowns. Außerdem waren Unternehmen aufgrund der wirtschaftlichen Situation zunehmend gezwungen, Liquiditätspuffer abzubauen. Der Provisionsüberschuss sinkt um 1,4 Prozent und liegt damit unter dem Ergebnis von 2019, jedoch über dem Ergebnis des Jahres 2018.

„Der Blick zurück auf unsere Geschäftstätigkeit im historischen Ausnahmejahr 2020 zeigt: Die Sparkasse Mainz hat ihre Rolle als regionaler Stabilitätsanker für eine verlässliche Versorgung der Bevölkerung und des heimischen Mittelstands mit Finanzdienstleistungen und Liquidität in Krisenzeiten erfüllt“, so Thorsten Mühl, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mainz.

Gerade in der ersten Jahreshälfte habe der Fokus der Sparkasse zeitweise fast ausschließlich auf der Krisenhilfe für die von der Pandemie betroffenen Betriebe gelegen. „24 Stunden nach Inkrafttreten der vom Bund beschlossen Hilfsprogramme waren die ersten Anträge für unsere Unternehmenskunden bearbeitet, nach 72 Stunden flossen die ersten Gelder“, so Thorsten Mühl weiter. Zum Jahresende 2020 beschäftigte die Sparkasse Mainz 362 Mitarbeiter (Vorjahr 373). Dafür ist die Zahl der Auszubildenden auf 24 gestiegen, im Vorjahr waren es noch 17.

Mainzer Volksbank

Auch auf Seiten der MVB ist man mit dem Betriebsergebnis des vergangenen Jahres zufrieden, dieses liegt bei 50,1 Millionen Euro. „Die Pandemie kam unvorhergesehen und hat von heute auf morgen alle bestehenden Planungen in Frage gestellt“, so Uwe Abel, Vorstandsvorsitzender der MVB. Bei der Bilanzsumme überschreitet die MVB erstmals die 7-Milliarden-Grenze und ist mit einer Gesamtsumme von 7,4 Milliarden Euro weiterhin die größte Volksbank im Land Rheinland-Pfalz.

Mit 9,2 Prozent wuchsen auch die bilanzwirksamen Kundeneinlagen, insgesamt betreute die MVB im Jahr 2020 ein Kundenvolumen von 8,2 Milliarden Euro. Damit vertrauten die Kunden der MVB in diesem Jahr mehr Geld als je zuvor an. „Ein Treiber dieser Entwicklung ist sicherlich auch die Pandemie mit den entsprechenden Auswirkungen“, erklärt Abel. Mit einem Anstieg von 9,2 Prozent wuchsen auch die bilanzwirksamen Kundeneinlagen.

Das Zinsergebnis reduzierte sich im Jahr 2020 um 6,2 Prozent auf 104,1 Millionen Euro. Das Provisionsergebnis der MVB entwickelte sich dagegen positiv: Es beträgt für das Jahr 2020 41,8 Millionen Euro, was einem Plus von 3,1 Prozent entspricht. Dieses Ergebnis liegt deutlich über dem des Vorjahres. 2019 wurde hier zum ersten Mal die 40-Millionen-Marke geknackt. Die Zahl der MVB-Mitarbeiter liegt mit 967 leicht über dem Wert des Vorjahres (956).

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