Wie vier Mainzer zu Helden der Gastronomie wurden

„Mainz liefert“ heißt der Service, mit dem vier Mainzer Studenten die örtliche Gastronomie bei der Auslieferung ihrer Speisen unterstützt. Kunden sollen nach der Bestellung so schnell es geht mit den verschiedensten Gerichten beliefert werden.

Wie vier Mainzer zu Helden der Gastronomie wurden

Eigentlich wollten sie nur vier befreundete Mainzer Gastronomen unterstützen. Doch aus der Idee von vier Mainzer Studenten wurde innerhalb eines Jahres ein echter Kundenmagnet. Mit ihrem Lieferservice „Mainz liefert“ haben es Adrian Koch, Philip Ditt, Sahand Sabri und Anh Duc Vu geschafft, einem Großteil der Mainzer Gastroszene überlebensnotwendige Einnahmen zu garantieren. Dabei bleiben die vier Freunde aber ganz bodenständig und denken schon an die Zeit nach Corona.

Mehr als 30 Restaurants sind schon dabei

Wie Adrian Koch gegenüber Merkurist sagt, sei seinen Freunden und ihm die Idee für „Mainz liefert“ bereits im letzten Jahr gekommen. „Schon im ersten Lockdown, im März 2020, wollten wir unsere Freunde aus der Gastroszene unterstützen, die ihre Speisen liefern, aber nicht mit ‘Lieferando’ zusammenarbeiten möchten.“ Mit der Zeit kamen schließlich immer mehr Restaurants dazu, die den Lieferservice nutzen wollten. Inzwischen sind es über 30 Mainzer Betriebe. Die kulinarische Bandbreite reicht dabei von Pizza und Pasta über Burger und Fritten bis hin zu Mexican Food.

Anfangs sei es noch einfach gewesen, den Bestellungen der Kunden nachzukommen, für die recht schnell eine Homepage erstellt und Werbung auf Social Media gemacht wurde, sagt Koch. Doch je mehr Restaurants dazukamen, desto anspruchsvoller sei es geworden, den Bestellungen der Kunden gerecht zu werden. „Besonders im April/Mai und dann nochmal zu Beginn des zweiten Lockdowns im November/Dezember sind die Bestellungen massiv angestiegen.“ Bis zu 5000 im Monat seien es gewesen. Aktuell seien die Zahlen wieder etwas zurückgegangen, hätten sich aber auf einem hohen Niveau stabilisiert, sagt Koch.

Knapp 100 Leute beschäftigt „Mainz liefert“, die sich täglich bemühen, die verschiedenen Speisen schnellstmöglich zu den Kunden zu bringen. Auch wenn das Geschäft gut läuft, planen die vier Mainzer nicht mit ihrem Lieferservice in andere Städte zu expandieren. „Stattdessen wollen wir uns in Mainz lieber etablieren“, erklärt Adrian Koch. Denn eine langfristige Planung sei ohnehin schwierig. Wenn die Gastronomien wieder öffnen dürfen, müsste man gucken, wie groß der Bedarf an Lieferservices noch sei. Dann wollen die vier Freunde schauen, inwieweit der Lieferservice in zwei oder drei Jahren noch relevant ist.

So lange es aber noch gut läuft, wollen die vier Studenten mit „Mainz liefert“ weitermachen. Aktuell prüfe man sogar Kooperationen mit der „Frischepost“, „Rheinschorle“ und lokalen Bäckereien, sagt Koch abschließend.

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