Mit der großangelegten Aktion „Mainz glänzt“ will die Stadt Mainz aktuell für mehr Sauberkeit in der Innenstadt sorgen. Zur Verbesserung der Stadtreinigung wurde die Initiative bereits zwei Mal durchgeführt. Jetzt findet sie auf der Innenstadtachse Bahnhofstraße, Münsterplatz und Schillerstraße statt. Ziel sei es, aus den Erkenntnissen des Projekts ein übertragbares Betriebsmodell für weitere stark frequentierte Bereiche der Innenstadt zu entwickeln.
Pilotprojekt „Mainz glänzt“ am Münsterplatz
Der Münsterplatz und die daran angrenzenden Straßen zählen zu den am stärksten frequentierten öffentlichen Bereichen der Mainzer Innenstadt. Das Pilotprojekt „Mainz glänzt“ umfasst unter anderem die Grundreinigung von Abfallbehältern, die Bodenreinigung und die Vegetationspflege, erklärt Oberbürgermeister Nino Haase im Gespräch mit Merkurist.
Haase erläutert, dass der Münsterplatz vom 10. bis zum 15. August nach dem Konzept von „Mainz glänzt“ gemeinsam kooperativ gereinigt werden solle. Für die Gehwege und den Asphaltboden komme dabei erstmals eine Jadon-Maschine zum Einsatz. Das Spezialgerät für die Tiefenreinigung von stark beanspruchten Pflasterflächen entferne durch einen hohen Wasserdruck und heißes Wasser, jedoch ohne chemische Reinigungszusätze, auch tiefsitzende Verschmutzungen, die sich über viele Jahre in den Bodenbelägen festgesetzt hätten. Die Schusterstraße und die Lotharstraße wurden bereits gereinigt, jetzt sei die Bahnhofstraße dran, sagt Haase und erklärt: „Wir wollen damit dafür sorgen, dass die Stadt attraktiv bleibt. Für Menschen, die hier Urlaub machen, die hier arbeiten oder einkaufen gehen“.
Durch das Pilotprojekt am Münsterplatz sollen die Maßnahmen zukünftig in reguläre Arbeitsprozesse übergehen, so Haase. Oft sei dafür ein Zusammenspiel verschiedener Akteure notwendig. Nach Abschluss des Projekts sollen die Maßnahmen und Arbeitsabläufe zur besseren Abstimmung von Zuständigkeiten und Reaktionswegen ausgewertet werden.
„Die Bänke wurden gereinigt, Müll wurde gesammelt, und das müssen wir regelmäßig machen, damit unsere Stadt genauso goldisch, genauso attraktiv bleibt wie die Menschen das möchten, die hier her kommen. Die nächsten fünf Tage wird richtig gereinigt, dann ist am Wochenende die offizielle Eröffnung der Straßenbahn in der Binger Straße“, so Haase. Und weiter: „Weil wir alle wollen, dass unser Städtchen glänzt.“
Beteiligung der Mainzer Verkehrsgesellschaft
Der Geschäftsführer der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) Florian Wiesemann sagt zu der Aktion gegenüber Merkurist: „Haltestellen sind Aufenthaltsorte, sie sind unsere Visitenkarte und diese Visitenkarte muss sauber sein und funktionieren“. Die Arbeiten am Münsterplatz knüpfen an die im Dezember 2025 gemeinsam mit der Stadt und den Mainzer Stadtwerken gestartete Haltestellenoffensive an. Mit ihr sollen Sauberkeit, Funktionalität und Aufenthaltsqualität an den Haltestellen verbessert werden. Dazu gehöre die Reinigung von Bänken, Mülleimern und Bodenbelägen sowie die Bereitstellung von richtigen und aktuellen Informationen und ein Umfeld, das beispielsweise durch funktionierende Straßenlaternen Sicherheit vermittelt, erklärt Wiesemann.
Appell an die Bürger
„Wir müssen den Menschen die Freude daran nehmen, die Stadt zu verschludern, zum Beispiel bei Graffiti“, so Wiesemann. Die Verschmutzungen kämen von einer Reihe von Menschen aus dem Bürgerkreis, die noch nicht verstanden hätten, dass sie auch einen Beitrag zur Verbesserung der Sauberkeit leisten müssen, erklärt er.
Oberbürgermeister Haase stimmt zu und plädiert für eine soziale Kontrolle. Es sei ihm wichtig, dass die Stadt sauber ist. Er argumentiert: „Es lohnt sich hier nicht irgendwas zu beschmieren, wir werden das wieder entfernen. Aber nur gemeinsam können wir dafür sorgen, dass Mainz nicht nur nach einer Grundreinigung glänzt“.