Warum in der Mainzer Innenstadt jetzt aufwendig geputzt wird

Mit der Aktion „Mainz glänzt“ testet die Stadt neue Reinigungsverfahren in der Innenstadt. Ziel ist es, Daten für die künftige Stadtsauberkeit zu sammeln. Was eine Maßnahme kostet.

Warum in der Mainzer Innenstadt jetzt aufwendig geputzt wird

Unter dem Motto „Mainz glänzt“ führt die Landeshauptstadt Mainz aktuell weitere Reinigungsaktionen in der Innenstadt durch. Wie die Verwaltung mitteilt, sollen in einer Pilotphase unterschiedliche Methoden der intensiven Bodenreinigung erprobt werden. Ziel ist es, verlässliche Erkenntnisse für die zukünftige Gestaltung der Stadtsauberkeit zu gewinnen.

Eine aktuelle Maßnahme betrifft die Schusterstraße, die Betzelstraße und die Stadthausstraße am Kaufhof. Nach erfolgreichen Bodenreinigungen in der Lotharstraße zeigte sich auch hier, dass sich intensive Verschmutzungen, etwa durch Kaugummi, je nach Bodenbelag unterschiedlich aufwendig entfernen lassen.

Oberbürgermeister Nino Haase erklärt dazu: „Wir befinden uns bewusst in einer Testphase, in der wir unter realen Bedingungen in Abstimmung mit Stadtreinigung und Umweltdezernat herausfinden, welche Reinigungsverfahren wo sinnvoll und wirksam sind. Die unterschiedlichen Bodenbeläge und Nutzungsintensitäten in der Innenstadt erfordern differenzierte Lösungen – genau dafür schaffen wir jetzt die Datengrundlage.“

Daten für künftige Reinigungsstandards

Die Kosten für die Reinigung im Bereich der Schusterstraße belaufen sich auf rund 15.000 Euro. In der Erprobungsphase sammelt die Stadt nun Daten zu Aufwand, Wirkung und Nachhaltigkeit der Maßnahmen. Auf dieser Grundlage sollen künftige Reinigungsstandards und die dafür notwendige finanzielle Ausstattung festgelegt werden. Derzeit werden die Maßnahmen aus dem laufenden Haushalt finanziert, eine dauerhafte Verankerung im Haushalt sei aber sinnvoll.

„Wir wollen die Stadtsauberkeit nicht nur punktuell verbessern, sondern strukturell neu organisieren und dauerhaft effizient, koordiniert und transparent gestalten“, so Haase. Er betont aber auch: „Das wirksamste Mittel ist, dass wir alle mithelfen – und somit viel Aufwand und Kosten sparen. Sämtlicher Müll gehört in die Abfallbehälter und nicht auf den Boden“.

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