Die Organisation Greenpeace Mainz-Wiesbaden plant für Sonntag (30. August) eine Aktion zur Klimaanpassung am Mainzer Rheinufer. Wie Greenpeace mitteilt, findet die Veranstaltung unter dem Motto „Mainz. Cool.“ von 14 bis 16 Uhr vor dem Raimunditor statt.
Anlass seien die Folgen des Klimawandels, die in den Sommern immer deutlicher spürbar würden. Versiegelte Flächen und fehlende Kaltluftschneisen würden die Gesundheit der Menschen belasten. Auch Natur und Wirtschaft litten unter den Hitzewellen. Mit Bildmotiven und Gesprächen wollen die Aktivisten aufzeigen, was gegen die Hitze in der Stadt getan werden kann.
Mehr Grün als „natürliche Klimaanlage“
Gemäß Greenpeace sei die Lösung einfach: mehr Grün und Feuchtigkeit in der Stadt. Parks, Straßenbäume, begrünte Fassaden und Dächer sowie Wasserläufe könnten wie eine natürliche Klimaanlage wirken. Durch Schatten und Verdunstungskälte sei es möglich, die gefühlte Temperatur um bis zu 15 Grad zu senken. Die Organisation richtet auch konkrete Forderungen an die Mainzer Politik. Dazu gehören unter anderem ein Anteil von mindestens 45 Prozent städtischer Grünflächen und eine Baumüberschirmung von mindestens 30 Prozent im besiedelten Gebiet.
Zudem sollen Hitze-Hotspots in der Stadt identifiziert und in kühlende Grünflächen umgewandelt werden. „Klimaanpassung und Klimaschutz bedeuten Lebensqualität und Gesundheitsschutz für Mainz und fördern die heimische Wirtschaft“, sagt Alexandra Russ von Greenpeace. „Wir sollten nicht nur stöhnen und reden, wenn es heiß ist, sondern ernst nehmen, was wir erfahren und wissen. Fangen wir an. Es geht.“ Die Aktion in Mainz ist Teil der bundesweiten Greenpeace-Kampagne „Cool our Cities“.