UPDATE: Zahl der Infizierten mit Mutation nimmt zu - strenge Regeln in Kitas und Schulen

Fast die Hälfte aller aktuellen Corona-Infektionen im Zuständigeitsbereich des Gesundheitsamtes Mainz-Bingen geht auf Virus-Mutationen zurück. In Kitas und Grundschulen gelten deshalb nun strenge Quarantäneregeln.

UPDATE: Zahl der Infizierten mit Mutation nimmt zu - strenge Regeln in Kitas und Schulen

UPDATE: Anders als in einer ersten Version des Textes mitgeteilt, ist die Kita Altmünster nicht betroffen. Dementsprechend müssen die Kinder und ihre Betreuungspersonen auch nicht in Quarantäne. Das teilte die Leiterin der Einrichtung mit.

Das Coronavirus hat Mainz wieder fester als in den vergangenen Wochen im Griff. Am Freitag stieg der 7-Tage-Inzidenzwert wieder über die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (wir berichteten). Medizinern bereiten vor allem Virusmutationen Sorgen, die sich schneller als das Ursprungsvirus verbreiten.

Wie ein Sprecher des Landkreises Mainz-Bingen gegenüber Merkurist erklärt, geht man beim zuständigen Gesundheitsamt Mainz-Bingen inzwischen davon aus, dass knapp die Hälfte aller gemeldeten Neuinfektionen im Landkreis auf Virus-Mutanten zurückgeht. Dies sei ein Anstieg der Mutanten-Fälle. Wie sich die Fälle des mutierten Virus in den Mainzer Stadtteilen verteilen, wird vom Gesundheitsamt nicht festgehalten. „Die Fälle werden lediglich nach der Postleitzahl sortiert, was nicht immer genau den Stadtteilgrenzen entspricht“, so ein Sprecher gegenüber Merkurist.

Vier Mutanten-Fälle in Kitas und Grundschule bekannt

Zudem wird vom Gesundheitsamt festgehalten, in welchen Kitas und Schulen bisher Mutanten-Fälle nachgewiesen werden konnten. Demnach wurden bisher in drei Mainzer Einrichtungen Fälle der britischen Mutation nachgewiesen: in der Mombacher Kita (Hauptstraße), in der Kita Mühlweg sowie in der Grundschule Laubenheim.

Gerade hier gelten derzeit besonders strenge Quarantäneregeln. Denn wie der Sprecher des Landkreises weiter erklärt, werden nach Vorgabe des Landes Rheinland-Pfalz im Falle von Mutanten „alle Kinder einer Gruppe oder Schülerinnen und Schüler einer Klasse sowie deren Betreuungspersonen als enge Kontaktpersonen eingestuft“. Für die Betroffenen gilt eine 14-tägige Quarantäneregel.

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