Unternehmen mit 47 illegal Beschäftigten kontrolliert

Kontrolle in Logistikunternehmen im Kreis Mainz-Bingen

Unternehmen mit 47 illegal Beschäftigten kontrolliert

Beamte des Hauptzollamtes haben ein Logistikunternehmen im Kreis Mainz-Bingen kontrolliert und dabei 47 illegal beschäftigte Mitarbeiter angetroffen. Das teilt die Behörde nun mit. „Die Feststellung von illegal Beschäftigten in dieser Größenordnung in einem Unternehmen ist für den Bereich des Hauptzollamts Koblenz schon außergewöhnlich“, so Pressesprecher Thomas Molitor.

Bereits am vergangenen Mittwoch hatten 23 Beamte der Abteilung Finanzkontrolle Schwarzarbeit Mainz gemeinsam mit Dolmetschern das Unternehmen unter die Lupe genommen. Zuvor war ihnen mitgeteilt worden, dass in dem ausländischen Unternehmen Arbeitnehmer nicht zur Sozialversicherung angemeldet seien und möglicherweise auch der gesetzliche Mindestlohn nicht gezahlt werde.

47 ukrainische Staatsbürger, die bei einer tschechischen Firma angestellt waren, gingen unerlaubt einer Beschäftigung nach. Die Ukrainer besaßen zum Teil Aufenthaltstitel für verschiedene mittel- und osteuropäische Länder, allerdings berechtigten diese nicht zu einer Arbeitsaufnahme in Deutschland. Es besteht der Verdacht des illegalen Aufenthaltes. Einer der ukrainischen Staatsbürger führte einen gefälschten rumänischen Pass mit sich.

Des Weiteren besteht laut Hauptzollamt der Verdacht, dass das Unternehmen gegen das Mindestlohngesetz verstoßen hat, in dem der für die Beschäftigten gesetzlich vorgeschriebene Mindestlohn von derzeit 9,19 Euro pro Stunde nicht gezahlt wurde. (rk)

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