Stress im Impfzentrum: Leute wollen mit anderem Wirkstoff geimpft werden

Eine Umstellung ist nicht möglich

Stress im Impfzentrum: Leute wollen mit anderem Wirkstoff geimpft werden

Das Impfzentrum des Landkreises Mainz-Bingen weist ausdrücklich darauf hin, dass bei Impfterminen, bei denen ein bestimmter Impfstoff für den Bürger vorgesehen ist, nicht auf ein anderes Vakzin umgestellt werden kann. Dies werde vom Land Rheinland-Pfalz einheitlich geregelt, so die Kreisverwaltung Mainz-Bingen.

Im Impfzentrum kam es nämlich in den letzten Tagen vermehrt zu Anfragen von Bürgern, die den für ihren Impftermin vorgesehenen Impfstoff aus den unterschiedlichsten Gründen tauschen wollten. Wie die Kreisverwaltung auf Anfrage mitteilt, ginge es dabei sehr häufig um den Impfstoff von Astrazeneca. Landrätin Dorothea Schäfer hat indes durchaus Verständnis für die Bürger.

„Ich weiß, dass derzeit viele Nachrichten auf unsere Bürgerinnen und Bürger einprasseln, die teilweise verunsichern können. Ich möchte allerdings noch einmal betonen, dass alle derzeit zugelassenen Impfstoffe hochwirksame Vakzine gegen das Corona-Virus sind. Sofern keine entsprechende Empfehlung vorliegt, gibt es keinen Grund auf einen anderen Impfstoff umzusteigen“, so Schäfer.

Außerdem könne es durch die Gebindegrößen der Impfstoffe (6-11 Dosen je Ampulle) vorkommen, dass am Abend eine geringe Menge an Impfdosen übrigbleibt. Die Kreisverwaltung macht in diesem Zusammenhang deutlich, dass diese Impfdosen nicht einfach beliebig an Bürger, die am Impfzentrum erscheinen, verimpft werden können. Eine generelle Freigabe der Restdosen für Personen ohne aktuelle Priorisierung sei nicht möglich.

Die Impfung von Restmengen findet laut Kreisverwaltung in der Regel nur innerhalb der im Impfzentrum geführten Liste priorisierter Personen oder Personengruppen (zum Beispiel bevorzugter Berufsgruppen wie in Einrichtungen der kritischen Infrastruktur) statt. Da die Plausibilität der Angaben von Impfwilligen vorab nicht überprüft werden kann, ist eine Aufnahme in die Liste der Restverimpfungen außerhalb dieser Gruppen nicht möglich.

Personen, die ohne Termin oder ohne Aufforderung seitens des Impfzentrums eine Impfung einfordern, müssen abgelehnt werden. Die Kreisverwaltung bittet daher die Bürger, von unaufgeforderten Besuchen im Impfzentrum abzusehen.

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