Was machen die alten Klopp-Kumpels heute?

Was aus dem ehemaligen Mainz 05-Spieler Jürgen Klopp geworden ist, weiß jeder Fußball-Fan. Doch welche Karrieren legten seine früheren Mitspieler hin?

Was machen die alten Klopp-Kumpels heute?

Kaum zu glauben, aber Jürgen Klopp wird heute (16. Juni) 53 Jahre alt! In den 90er- und 2000er-Jahren prägte er als Spieler und Trainer maßgeblich seinen Verein Mainz 05. Spätestens seit seinem Champions-League-Erfolg mit dem FC Liverpool 2019 ist Klopp ein Weltstar. Doch was machen seine ehemaligen Weggefährten? Merkurist zeigt Euch, welchen Karriereweg einige Spieler nach ihrer aktiven Laufbahn beim FSV eingeschlagen haben.

Mike Janz

Einen eher ungewöhnlichen Karriereweg nahm Mike Janz. Fast 70 Zweitliga-Spiele bestritt der inzwischen 50-Jährige für die Mainzer. Doch dann endete seine Karriere eher abrupt. „1992 habe ich mir das Kreuzband gerissen“, sagte Janz gegenüber Merkurist. Noch während seiner Reha begann er, Medizin zu studieren.

Anfangs spielte er noch parallel zum Studium für die zweite Mannschaft der 05er. Doch Mitte der 90er-Jahre entschied er, sich komplett auf die Medizin zu konzentrieren. Nach erfolgreichem Abschluss praktizierte er neun Jahre in Kostheim. Im Januar 2017 übernahm Janz dann die Praxis von Dr. Wolfgang Deckers in Gonsenheim, wo er bis heute Patienten behandelt.

Michael Thurk

Gegen Ende der 90er-Jahre kickte auch Stürmer Michael Thurk für Mainz 05. Der gebürtige Frankfurter wechselte 1999 an den Bruchweg. In rund 120 Spielen für den FSV erzielte Thurk bis 2004 mehr als 40 Tore. Damit zählt er bis heute zu den besten Zweitligatorschützen, die Mainz 05 je hatte. Nach einem Abstecher zu Energie Cottbus spielte Thurk noch einmal für den FSV (2005/2006), ehe er noch für Eintracht Frankfurt und den FC Augsburg auflief.

2014 beendete er seine aktive Karriere beim FC Heidenheim. Wie die „Frankfurter Neue Presse“ berichtet, hat Thurk 2017 eine Umschulung zum Steuerfachgehilfen begonnen. Zur Saison 2019/20 kehrte Thurk als dritter Co-Trainer im Team von Cheftrainer Sandro Schwarz zu Mainz 05 zurück. Am 11. November 2019 wurde er als Co-Trainer freigestellt.

Ansgar Brinkmann

Ansgar Brinkmann spielte in seiner 20-jährigen Profi-Karriere für 13 Vereine. Von 1993 bis 1995 kickte er auch in Mainz und erarbeitete sich den Ruf eines Enfant terrible. In einem Interview mit der „Welt“ verriet Brinkmann: „Als ich beim 1. FSV Mainz 05 spielte, haben mein Kollege Thomas Ziemer und ich uns für 1000 Mark einen Clown für einen Tag gemietet und sind mit ihm durch die Stadt gefahren. Der Clown saß auf der Rückbank und hat Seifenblasen gemacht. An einer Ampel hielt dann ein Mitglied des Klubvorstands neben uns und schaute ziemlich irritiert. Das war peinlich.“

Trotz oder wegen solcher Eskapaden wurde der gebürtige Niedersachse (Spitzname: Trinkmann) auch in Mainz zum Kult-Kicker. Im Januar 2018 nahm Brinkmann an der Reality-Show „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus“ (Dschungel-Camp) teil. Dort verließ er die Sendung auf eigenen Wunsch nach zehn Tagen.

Guido Schäfer

Ein enger Kumpel von Brinkmann ist Guido Schäfer. Der blonde Verteidiger war in den Neunzigern in Mainz für sein robustes Einsteigen auf dem Fußballfeld bekannt. Fast noch bekannter war Schäfer in Mainz allerdings für seine Liebe zu Kneipen und Partys. Dabei machte er nie ein Geheimnis um seinen Lebensstil.

Gegenüber Merkurist sagte Schäfer über das Ende seiner Zeit als Spieler in Mainz: „Wolfgang Frank sortierte mich völlig zurecht wegen meines Lebenswandels aus. Das war ein richtiger Profi, der vielen in Mainz gezeigt hat, wie man richtig arbeitet.“ Heute ist Guido Schäfer als Sportjournalist für die „Leipziger Volkszeitung“ tätig und berichtet als Chefreporter über RB Leipzig. Auch in Mainz ist immer wieder zu Besuch – und scheut sich nicht, Klartext zu sprechen (wir berichteten).

Fabrizio Hayer

44 Zweitligaspiele in einer Saison (1992/93) bestritt Fabrizio Hayer während seines ersten Engagements bei Mainz 05. In der nach der Wiedervereinigung auf 24 Mannschaften aufgestockten Liga erzielte er in dieser Spielzeit acht Tore. Danach war der gebürtige Wiesbadener, der den Bruchweg in einem Merkurist-Interview als sein „Wohnzimmer“ bezeichnete, noch bis 1994 beim FSV unter Vertrag. Nach drei Jahren bei Waldhof Mannheim kehrte Hayer von 1997 bis 1999 nach Mainz zurück.

Nach weiteren Stationen in Oberhausen, Münster und Regensburg beendete er in der Saison 2005/2006 verletzungsbedingt seine Karriere. Seit 2007 führte Hayer gemeinsam mit seiner Frau den „Mainzer Hof“ in Heidesheim. Hierbei handelt es sich um ein 3-Sterne Hotel mit einem großen Restaurant. Anfang dieses Jahres gab Hayer die Schließung des „Mainzer Hofs“ zum ersten Juni bekannt.

David Wagner

Dem Fußball treu blieb nach seiner aktiven Laufbahn David Wagner. Der Sohn einer Deutschen und eines US-Amerikaners spielte von 1991 bis 1995 fast 100 Mal für Mainz 05. Als Trainer schaffte er mit dem englischen Klub Huddersfield Town 2017 den sensationellen Aufstieg in die Premier League. Aktuell ist er Cheftrainer von Schalke 04.

Eine besondere Verbindung hat der gebürtige Frankfurter zu seinem ehemaligen Mitspieler Jürgen Klopp. Wagner ist Klopps Trauzeuge, dieser dafür Taufpate von Wagners Tochter. (pk)

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