Schwarz gegen Rose: So lief das Kumpel-Duell

Dass sich in der Fußball-Bundesliga die beiden besten Freunde als Trainer gegenüberstehen, kommt selten vor. Am Samstag traf mit Sandro Schwarz und Marco Rose sogar ein ehemaliges WG-Paar in der Opel Arena aufeinander.

Schwarz gegen Rose: So lief das Kumpel-Duell

Dieses Duell war ganz besonders: Zu Spielerzeiten lebten Mainz 05-Trainer Sandro Schwarz und Mönchengladbachs Coach Marco Rose zusammen in einer WG. Noch immer sind die beiden - Zitat Rose - „mehr als nur Freunde“. Am Samstag standen sie sich nun zum ersten Mal als Bundesligatrainer gegenüber.

Von den Mainzer Fans wird Rose noch immer verehrt. Legendär ist bis heute die Szene, als er nach dem historischen ersten Bundesligaaufstieg der 05er vor einer Feier mit Teamkollegen und Familien betrunken aus dem Mannschaftsbus stieg und sich selbst als „Erstligaspieler Rose“ betitelte. Und auch als Trainer des Gegners wurde Rose am Samstagnachmittag freundlich in der Opel Arena empfangen.

Mainz gibt Führung her

Grund zur Freude hatte am Samstag zunächst der Mainzer Trainer Sandro Schwarz. Robin Quaison brachte die 05er nach 18 Minuten in Führung. Und dann war es für die 05er wie schon in den Spielen gegen Kaiserslautern im Pokal und gegen Freiburg zum Liga-Auftakt: Sie erspielten sich Chancen, nutzten sie nicht und wurden bestraft. Noch vor der Halbzeit erzielte Stefan Lainer den Ausgleich für die Gladbacher (31. Minute). Nach der Halbzeit erhöhte erst Allassane Plea nach einem Freistoß auf 2:1 für die Gäste (78. Minute), dann entschied der eingewechselte Breel Embolo das Spiel mit dem 3:1 für die Borussia (80. Minute).

Und was machten die Trainer-Spezies? Nach Spielschluss umarmten sich Schwarz und Rose kurz. Große Freundschaftsgesten gab es für die Vertreter der Presse aber nicht zu sehen. Auch auf der Pressekonferenz nach dem Spiel witzelten Rose und Schwarz ein wenig miteinander, doch beide bemühten sich, das Aufeinandertrefen nicht aufzubauschen. Bereits im Merkurist-Interview im Juli hatte Sandro Schwarz auf die anstehende Begegnung gegen Gladbach angesprochen, gesagt: „Es ist schon etwas Besonderes, wenn die beiden besten Freunde in einem Bundesligaspiel als Trainer aufeinandertreffen. Es ist für die Medien aber wahrscheinlich ein größeres Thema als für uns.“

Und so verabschiedeten sich Rose und Schwarz mit einer schnellen Umarmung vor den Journalisten vom Presse-Podium in der Opel Arena. Nach Spielschluss wollen die Trainer gemeinsam mit Freunden und Familien essen gehen. Am späten Samstagabend steht für Rose noch der Besuch im Aktuellen Sportstudio auf dem Plan. (mm)

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