Das sind die Reaktionen auf das Beierlorzer-Aus

Achim Beierlorzer ist nicht länger Trainer des FSV Mainz 05. Das gab der Verein am Montag bekannt. Merkurist hat Reaktionen gesammelt.

Das sind die Reaktionen auf das Beierlorzer-Aus

Als sich am Sonntag die Verantwortlichen des FSV Mainz 05 zur Analyse der Chaos-Woche trafen, war für viele Betrachter schnell klar: Trainer Achim Beierlorzer muss gehen. Am Montagmittag wurde es schließlich offiziell (wir berichteten). „Ich bin enttäuscht über die Entscheidung des Vereins. Nichtsdestotrotz wünsche ich Mainz 05 und der Mannschaft für den weiteren Weg alles Gute“, so Beierlorzer.

Weiterhin im Amt bleibt hingegen Sportvorstand Rouven Schröder. Zum aktuellen Stand sagt er: „Mit dem Wechsel auf der Position des Trainers ist unsere Analyse der aktuellen Situation nicht abgeschlossen. Wir sind weiter in intensivem Austausch innerhalb der Vereinsgremien und mit der Mannschaft, um die Vorkommnisse der vergangenen Woche selbstkritisch aufzuarbeiten und Lösungen zu finden. Ich spüre dafür in allen Bereichen des Vereins das große Verlangen nach Geschlossenheit.“ Als eine erste Maßnahme werde er in den kommenden Wochen nahe an die Mannschaft rücken, um Jan-Moritz Lichte in seiner neue Rolle zu unterstützen und die wichtigen internen Prozesse um das Team zu begleiten. „Für die weitere Analyse und nachhaltige Maßnahmen nehmen wir uns aber auch die nötige Zeit.“

Zu Jan-Moritz Lichte, der bis auf Weiteres als Trainer der Mannschaft arbeitet, sagt Schröder: „Er verfügt über die fachliche Expertise, eine Erfahrung als Trainer über mehr als zehn Jahre und kennt unsere Mannschaft natürlich in- und auswendig. Wir trauen ihm daher zu, unser Team in die weitere Saison zu führen.“ Die neue Rolle biete Lichte auch die Chance, seine Ideen umzusetzen und sich als Führungspersönlichkeit zu entwickeln und zu profilieren. „Wir werden seine Entwicklung in unsere Entscheidung über die künftige Besetzung der Trainerposition einbeziehen und geben ihm und uns die nötige Zeit dafür.“

Das sagen die Fans

Viele Fans äußern sich auch via Twitter und Facebook zur Entlassung Achim Beierlorzers. Einige sind der Meinung, dass die Entlassung nur die Spitze des Eisbergs ist. „Für Mainz 05 gilt das gleiche wie für Schalke: Jetzt seinen Trainer rauswerfen zu müssen, wirft kein gutes Licht auf das Management. Noch fataler ist aber, dass die Spieler streiken, dafür nicht bestraft werden und jetzt Beierlorzer gehen muss. Was ist denn das für ein Signal?“, schreibt ein Nutzer. „Wer nach dem 2. Spieltag seinen Trainer entlässt, hat definitiv ein größeres Problem als den Trainer“, pflichtet ihm ein anderer bei. Ein weiterer User schreibt: „Man sollte die Ursachen bekämpfen nicht die Symptome. Der nächste Trainer wird es auch nicht weit bringen.“

Manche zeigen sich wegen der Entlassung enttäuscht. „Mainz 05 sagt Bye, bye, Beierlorzer. Schade. Ich hatte gehofft, dass es mit diesem Trainer besser läuft. Jetzt drücke ich Herrn Lichte die Daumen“, schreibt etwa ein Twitter-Nutzer. Und auch die Spekulationen um die Nachfolge finden sich wenige Stunden nach der Entscheidung in den zahlreichen Kommentaren wieder. Oft wird Sandro Schwarz, der vor Beierlorzer Trainer der 05er war, genannt. Aber auch Ex-Klopp-Assistent Zeljko Buvac sowie der am Sonntag entlassene Schalke-Trainer David Wagner werden vorgeschlagen. „Mit Lichte verschafft man sich Zeit, um in Ruhe zu suchen. Extern oder im eigenen Nachwuchs. Und wenn dann irgendwann Schwarz oder Beierlorzer von der Gehaltsliste sind, hat man finanziell auch wieder etwas Spielraum. Wagner zur Winterpause wäre mein Favorit“, schreibt ein User auf Twitter. (pk)

Logo