1:5-Klatsche: Nur die Fans waren erstklassig

Dieses Spiel tat beim Zusehen weh: Mit 1:5 geriet Mainz 05 am Freitagabend gegen Bayer 04 Leverkusen unter die Räder. Die Fans der 05er bewiesen allerdings Größe und feierten auf den Tribünen eine Fastnachtsparty.

1:5-Klatsche: Nur die Fans waren erstklassig

Es sollte die große Fastnachtsparty werden. Ein Abend, an dem die Mainzer Fans viel zu lachen und zu feiern haben. Stattdessen verkam das Heimspiel der Mainzer gegen Bayer Leverkusen zum Debakel. Mit 5:1 fegten die Leverkusener Mainz 05 vom Platz - und gerade die Defensive der 05er hatte daran ihren Anteil.

Trainer Sandro Schwarz hatte vor dem Spiel von Vierer- auf Fünferkette umgestellt, und das ging gründlich nach hinten los. In einer wilden Anfangsphase ging Bayer durch Wendell in Führung (5. Spielminute). Vier Minuten später erzielte Quaison für den FSV noch den Ausgleich. Doch danach brachen in der Mainzer Abwehr alle Dämme. Noch vor der Pause erhöhten Havertz (19.), Brandt (30.) und Bellarabi (43.) auf 4:1 für die Gäste.

Überragende Fans

Da nutzten auch die Fastnachtsrikots und ein Auftritt der Hofsänger vor dem Spiel nichts: Zur Pause gab es vereinzelt Pfiffe für die Mainzer. Allerdings auch Anfeuerungsrufe von der Fan-Tribüne. Die sportliche Geschichte der zweiten Hälfte ist schnell erzählt: Brandt erhöhte in der 64. Minute auf 5:1. Ansonsten liefen die Mainzer nur noch hinterher, während sich die Leverkusener minutenlang den Ball zuschoben.

Anders als ihre Manschaft waren die Fans der Mainzer an diesem Abend bundesligareif. Statt Beleidigungen in Richtung der Spieler zu brüllen, feierten sie auf den Tribünen ihre eigene Fastnachtsparty. Zu „Am Rosenmontag bin ich geboren“ schunkelten sie, mit „Heile, heile Gänsje“ trösteten sie sich. Und als die Mannschaft nach der frustrierenden Klatsche vor die Fans trat, gab es keine Pfiffe. Stattdessen sangen die Fans der 05er: „Oh Mainz wie wir dich lieben, ob wir verlieren oder siegen“. Das lobte auch Trainer Sandro Schwarz: „Die Zuschauer hatten heute ein gutes Gespür für diese junge Mannschaft und diese Situation.“

Logo