Mainzerinnen starten bundesweit einzigartiges Projekt

Zwei Mainzerinnen wollen ein Magazin für berufstätige Mütter herausbringen. Dazu haben sie eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um Geld für den Druck zu sammeln. Um welche Themen es in dem Journal geht, erklären sie im Gespräch mit Merkurist.

Mainzerinnen starten bundesweit einzigartiges Projekt

Für mehr Unterstützung von arbeitenden Müttern untereinander und für mehr Akzeptanz in der Gesellschaft wollen Barbara Grüssinger und Christiane Blask das erste deutschsprachige Magazin für berufstätige Mütter veröffentlichen – „New Work Mum“ soll es heißen. Beide Mütter kennen sich aus einem Hinterhof in der Mainzer Neustadt. „Im Hof ist auch vor längerer Zeit die Idee für das Magazin entstanden. Beide hätten gemerkt, dass es dieselben Themen und Probleme sind, die sie selbst und viele andere Mütter beschäftigen“, so Grüssinger und Blask.

„Wir wollen mit dem Magazin etwas schaffen, das verschiedene Themen bündelt und schön aufbereitet, indem man immer wieder gerne etwas nachschlägt“, sagt Blask. Es gäbe kein Pendant im deutschsprachigen Print-Bereich. Das Online-Angebot sei teilweise nicht seriös und nicht so spezialisiert, wie die beiden Frauen es vorhaben. „Ich hätte mir damals so ein Magazin gewünscht“, sagt Grüssinger. Sie sei die erste in ihrem Freundeskreis mit Kind gewesen, ein Netzwerk zum Austausch hatte sie aber nicht. So ein Netzwerk wollen die beiden nun durch das Magazin bereitstellen.

Aus ihrem Berufsleben bringen die beiden Frauen Voraussetzungen mit, die sie für eine Arbeitsteilung prädestinieren: Christiane Blask ist Juristin und kümmert sich um die Unternehmensverwaltung während Barbara Grüssinger als Journalistin die Chefredaktion übernimmt.

Porträts von „Working Mums“

Um die vielen verschiedenen Modelle aufzuzeigen, wie man Arbeit und Familienleben unter einen Hut bekommen kann, soll in jeder Ausgabe anhand eines großen Porträts einer „Working Mum“ gezeigt werden: „Das Thema ist uns in der Gesellschaft nicht präsent genug. Wir wollen zeigen, dass beides möglich ist: arbeiten und für die Kinder da sein“, so Grüssinger. Außer der Vereinbarkeit von Job und Familie soll es um Gesundheit, Arbeitsrecht, Digitalisierung und Finanzen gehen. Doch auch Themen wie Reisen, Lifestyle und Moden sollen vertreten sein, immer auch mit einem Blick auf Nachhaltigkeit.

Ein Fokus wird auch das Thema „New Work“ sein, wie der Name des Magazins schon verrät. „New Work“ ist ein Begriff, der moderne Formen von Arbeit unter sich vereint, die mehr Flexibilität und Kreativität ermöglichen. Das kann zum Beispiel Arbeiten im Home Office sein. Auch Grüssinger und Blask konnten mit ihren Arbeitgebern eine Home-Office-Lösung erreichen, sie sehen darin viele Vorteile, nicht nur für sich selbst. „Für uns bedeutet es mehr Flexibilität. Gleichzeitig wächst die Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber, der uns das Arbeiten von zuhause aus ermöglicht“, sagt Blask.

„Wir setzen unseren Fokus zwar auf Frauen mit einer Erwerbstätigkeit, aber wir wollen niemanden ausklammern“, betont Blask. „Jede Mutter arbeitet, auch wenn sie nicht berufstätig ist.“ Sie meint die sogenannte Care-Arbeit, also das Kümmern um Haushalt und Kinder. Auch Väter kommen zu Wort, wenn auch weniger als Mütter.

Crowdfunding für das Herzensprojekt

Die Inhalte, die Gestaltung – alles für die erste Ausgabe steht soweit. Mitte April soll sie erscheinen und dann deutschlandweit erhältlich sein. Für die Vertriebskosten und den Druck auf nachhaltigem Papier haben die beiden Frauen eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Auf der Plattform „Startnext“ kann man durch Spenden und Vorbestellungen des Magazins dazu beitragen, dass es tatsächlich erscheinen kann.

„Für uns ist es ein Herzensprojekt, deshalb wäre es wirklich schade, wenn es nicht klappen würde“, sagt Blask. In Zukunft soll „New Work Mum“ vierteljährlich mit einer Auflage von 15.000 Exemplaren erscheinen. „Wir haben wahnsinnig viel zu erzählen, ganz viele Ideen und ein tolles Team – und wir hoffen, dass wir damit bald auch andere begeistern können.“ (mm/df)

Logo