„Heilige Makrele“: Nächster Schritt für Zollhafen-Schwimmbad

Mit einer Machbarkeitsstudie will der Mainzer Ingenieur Alexander Kiefer seine Idee vom Naturschwimmbad im Mainzer Zollhafen vorantreiben. In der kommenden Woche will er sie wichtigen Entscheidern vorlegen.

„Heilige Makrele“: Nächster Schritt für Zollhafen-Schwimmbad

Ein Schwimmbad ganz ohne Chlorwasser im Becken des Zollhafens – das ist die Vision des Mainzer Ingenieurs Alexander Kiefer (wir berichteten). Doch bevor das Projekt mit dem Namen „Heilige Makrele“ tatsächlich Wirklichkeit wird, gibt es für Kiefer noch einiges zu tun. Einen wichtigen Schritt geht das Projekt in der kommenden Woche.

Dann nämlich wird Kiefer einigen wichtigen Entscheidern seine rund 80 Seiten umfassende Machbarkeitsstudie zur Heiligen Makrele vorlegen. Wie Kiefer kürzlich via Instagram mitteilte, erhalten Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD), der Stadtwerke-Vorsitzende Daniel Gahr sowie Neustadt-Ortsvorsteher Christoph Hand (Grüne) die Studie. Dann soll sie den entsprechenden Dezernaten vorgelegt werden. Wann mit einer Entscheidung über die Heilige Makrele zu rechnen ist, ist noch nicht klar.

Oberbürgermeister hält Projekt für realistisch

Wie Kiefer bereits im Juli gegenüber Merkurist verriet, geht es in der Machbarkeitsstudie unter anderem um die Wasserqualität im Hafen, das Thema Lärm sowie finanzielle Aspekte. Klar ist allerdings schon jetzt: Stadt und Stadtwerke werden sich finanziell nicht beteiligen. Und das, obwohl sich Oberbürgermeister Ebling erst kürzlich im Merkurist-Interview nicht gerade als Gegner des Projekts zeigte. „Die generelle Idee, den Rhein und das Rheinwasser für die Mainzer erlebbar zu machen, finde ich gut“, so der OB damals.

Doch auch Ebling räumte ein, dass noch einige offene Fragen zu klären seien: „Nicht weil wir Spielverderber sind, sondern weil wir wissen, dass es um einen Interessensausgleich geht. Dort wo Wasserspiel ist, ist auch Emission, dazu die Frage nach der Wasserqualität. Das muss noch geklärt werden. Dennoch halte ich das Projekt nicht für unrealistisch.“ Gelingt es Kiefer, die Klärung der offenen Fragen mit der Machbarkeitsstudie weiter voranzutreiben, könnte sein Traum vom Naturschwimmbad im Zollhafen ein Stück realer werden.

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