So geht es mit dem Karstadt-Gebäude weiter

Die Pläne für die Neugestaltung der Ludwigsstraße nehmen Form an: Aktuell läuft der Architektenwettbewerb. Doch was passiert mit dem Karstadt-Gebäude? Wir haben das Wichtigste zusammengefasst.

So geht es mit dem Karstadt-Gebäude weiter

Schon lange wird der Umbau der Ludwigsstraße in Mainz diskutiert. Seit dem vergangenen Jahr sind die Pläne für die ehemalige Karstadt-Filiale nun konkreter (wir berichteten). Der frühere Projektentwickler ECE hatte noch den Plan, ein neues Einkaufszentrum mit mehr als 30.000 Quadratmetern Fläche zu bauen, der neue Investor RNI GmbH (bestehend aus J. Molitor Immobilien GmbH und Sparkasse Rhein-Nahe) hat andere Pläne. Wir haben nachgefragt, wie diese für das Karstadt-Gebäude aussehen.

Karstadt bleibt erhalten

Wie die Pressestelle der J. Molitor Immobilien GmbH auf Merkurist-Anfrage mitteilt, soll Karstadt auch in Zukunft in das neue Konzept der „LU“ integriert sein: „Karstadt will mit einem neuen Auftritt auf mehr als 6400 Quadratmetern als Anker-Mieter am Standort bleiben.“ Schon im Vorfeld habe man sich mit Karstadt ausführlich über die Planungen unterhalten.

Für den Umbau der „LU“ müssen verschiedene Teile des alten Karstadt-Gebäudes abgerissen werden. Davon seien das aktuelle Kaufhaus-Gebäude mit den vorgelagerten Pavillons sowie der frühere Karstadt-Sport betroffen. Das alte Gebäude passe nicht zum modernen Konzept, sagte Tim Gemünden, Geschäftsführer der J. Molitor Immobilien GmbH, im vergangenen März gegenüber Merkurist. Diese Gebäude werden niedergelegt und neugebaut werden, so die Pressestelle.

Beginnen werde man mit dem Karstadt-Sport-Gebäude an der Fuststraße. „Dort soll im Bereich des früheren Karstadt Sport eine gemischt genutzte Immobilie mit Gewerbe, Kultur und Wohnen entstehen. Sobald dieser Neubau fertiggestellt ist, kann sich der Karstadt vorübergehend dort ansiedeln, bis das neue Karstadt-Gebäude an der Ludwigsstraße 12 fertiggestellt ist“, erklärt die Pressestelle. Der Neubau der ehemaligen Karstadt-Sport-Filiale diene demnach als Übergangsraum für die Karstadt-Filiale.

Umzug in drei Jahren

Bis das Karstadt-Sport fertiggestellt sei, werde es wegen des Architektenwettbewerbs, dem Bauantrag, der Erteilung der Baugenehmigung und der Bauphase selbst noch ein paar Jahre dauern: „Mit einem Umzug des Karstadt-Kaufhauses in die Interimsflächen im Neubau an der Fuststraße ist in etwa drei Jahren zu rechnen“, so die Pressestelle auf Merkurist-Anfrage.

Der fertige Karstadt im neuen Gebäude in der Ludwigsstraße soll dann für die Kunden von unterschiedlichen Eingängen zugänglich sein. „Die Haupteingänge der Einzelhandelsflächen werden an den Außenfassaden angeordnet. Zudem sind Nebeneingänge geplant, die von der Pop-up-Halle aus zugänglich sind.“ Wo genau die Eingänge angeordnet werden, sei aber Gegenstand des laufenden Architektenwettbewerbs und könne somit zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden.

„Erhalten und saniert wird das Deutsche-Bank-Gebäude an der Weißliliengasse und das Parkhaus in welchem jedoch in den obersten Geschossen ergänzend Hotelflächen entstehen sollen.“ Eine endgültige Entscheidung darüber wie die Gebäude aussehen sollen, wird es aber erst bei dem Architektenwettbewerb im April geben. (rk/df)

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