Diese Geschäfte wünschen sich die Mainzer

Globus, Decathlon oder sogar ein Ikea? Wir haben Euch gefragt, welche Geschäfte in Mainz fehlen. Hier sind Eure Antworten.

Diese Geschäfte wünschen sich die Mainzer

Kein Einkaufszentrum und eine verhältnismäßig kleine Shoppingmeile: Was Einkaufen angeht, kann Mainz nur schwer mit größeren Städten mithalten. Wer am Wochenende einmal groß shoppen gehen will, fährt nicht selten nach Frankfurt. Denn dort gibt es Geschäfte, die in Mainz fehlen. In einem Snip haben wir die Leser gefragt: „Welches Geschäft wünscht Ihr Euch in Mainz?“ Hier sind die Antworten:

Globus

Einen Globus-Markt in Mainz wünscht sich Facebook-Userin Elvira. Der Frage, warum es diesen zwar in Wiesbaden und Rüsselsheim, aber noch nicht in Mainz gibt, ging Merkurist schon einmal vor drei Jahren nach. Bekannt war schon, dass Globus seit 2007 an einer Neueröffnung im Wirtschaftspark bei Hechtsheim interessiert war, wo heute das Einrichtungshaus Möbel Martin steht. Dieses Vorhaben scheiterte aber am Zentrenkonzept der Stadt Mainz, das hohe Auflagen für Händler am Stadtrand vorsieht. Die Verhandlungen mit der Stadt scheiterten letztlich an Auflagen über die Größe der Verkaufsfläche. Mit dem Zentrenkonzept will die Stadt den Einzelhandel in der Innenstadt vor Konkurrenten am Stadtrand schützen.

Ob dennoch einmal ein Globus-Markt in Mainz eröffnet? Die Antwort von Globus war damals eher ausweichend. „Wir bei Globus sind stets auf der Suche nach geeigneten Flächen, um möglichst vielen unserer Kunden einen bequemen Einkauf vor Ort zu ermöglichen.“

Decathlon

Ähnlich wie bei Globus war es im Fall von Decathlon: Die Sportartikel-Kette hatte jahrelang versucht, eine Filiale auf einer Grünfläche im Wirtschaftspark bei Mainz-Hechtsheim zu eröffnen. Allerdings konnte man sich nicht mit der Stadt Mainz einigen - auch wegen des Zentrenkonzepts.

Die Stadt Mainz bot Decathlon allerdings 2016 auch eine Fläche in der Innenstadt an: das Alte Postlager. Decathlon lehnte aber wegen der zu geringen Fläche ab - und eröffnete kurz darauf einen Laden in Wiesbaden.

Ikea

Wer bei dem schwedischen Möbelriesen Ikea einkaufen möchte, muss von Mainz aus nicht besonders lange fahren. Die Filiale in Wallau ist nur rund 15 Kilometer von der Mainzer Innenstadt entfernt. Ein Ikea mitten in Mainz hätte dennoch seine Vorteile. So wünscht sich etwa Facebook-Userin Petra einen Mainzer Ikea.

Der Wunsch scheint gar nicht so unrealistisch - schließlich setzt Ikea künftig vermehrt auf Filialen in größeren Städten und Metropolregionen. Auf Merkurist-Nachfrage teilte man zudem mit, dass man „grundsätzlich das Potenzial für ein weiteres Einrichtungshaus in zentraler Lage im Rhein-Main-Gebiet“ sehe.

Konkret werden dürfte eine Eröffnung in Mainz aber erst in ferner Zukunft. „Eröffnen wir in Mainz? Wiesbaden? Oder Frankfurt? Das kann noch dauern“, so eine Sprecherin. In den Innenstädten müsse man sich immer an die Gegebenheiten anpassen. „Zum Beispiel: Welche Ladenflächen sind überhaupt verfügbar?“ Die Expansionen könnten noch einige Jahre dauern.

Hooters

Stefans Traum von einem „Hooters“ in Mainz wird wohl nie in Erfüllung gehen. Denn die Kette ist in Deutschland längst auf dem Rückzug. „Ich bin Deutschlands letzter Busen-Burger-Boss“, schrieb die „Bild“-Zeitung 2013 und meinte damit den Chef des Frankfurter Lokals. Alle anderen Filialen in Deutschland hatten da schon wieder geschlossen. Das Konzept des Ladens ist einfach nicht mehr zeitgemäß: halbnackte Frauen, die große Fleischportionen an die Tische bringen. 2018 eröffnete nur noch eine weitere Filiale in Deutschland: auf der Reeperbahn in St. Pauli.

Kleinmarkthalle

Doch es muss nicht immer eine Kette sein: Leserin Kathinka wünscht sich eine Indoor-Kleinmarkthalle, wie sie es auch in Frankfurt gibt. Die Verantwortlichen der Kleinmarkthalle in der Nähe der Einkaufsmeile „Zeil“ beschreiben das Konzept so: „zwischen traditioneller Marktatmosphäre und modernem Schmelztiegel internationaler Spezialitäten“.

Von Montag bis Samstag verkaufen 60 Händler ihre frischen Lebensmitteln aus aller Welt. Zudem gibt es ein Restaurant, eine Terrasse und samstags einen Schlemmergarten vor der Kleinmarkthalle. Doch gäbe es dafür eine Location in Mainz? Laut Leser Marc könnte man das Konzept zumindest zeitweise im KUZ oder in der Halle 45 realisieren. (df)

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