Wo gibt es noch große Fleisch-Portionen auf den Teller?

Nur große Portionen machen satt - für viele Fleischliebhaber gilt dieser Grundsatz auch heute noch. Doch wo gibt es in Mainz noch Lokale, in denen große Fleischportionen - wenn es geht auch noch zu günstigen Preisen - auf den Tisch kommen?

Wo gibt es noch große Fleisch-Portionen auf den Teller?

Tellergroße Schnitzel, XXL-Burger und kiloschwere Rumpsteaks: Es gibt immer noch viele Angebote für Fleischesser, mit denen man seinen Hunger mehr als genug stillen kann. Werden die Gerichte dann auch noch zu günstigen Preisen angeboten, ist die Nachfrage meistens auch groß. Auch in Mainz gibt es einige Lokale und Imbisse, bei denen größere Portionen Fleisch auf den Teller kommen. Wir stellen Euch einige vor.

Metzgerei beim Peter

„Esst mehr Wurst“ - das ist das Motto von Kult-Metzger Peter Leussler aus der Neustadt. Außer verschiedenen Wurst- und Fleischsorten serviert Leussler seinen Kunden auch warme Gerichte und bietet Catering für Feste an. Dabei fallen die Portionen groß aus und sind zudem noch günstig. Gegenüber Merkurist sagt Leussler: „Ich war schon immer bekannt für meine große Portionen, auch heute noch. Leider wird es immer schwieriger, die Preise zu halten, da die Nebenkosten immer höher werden.“

Doch wie schafft es Leussler, seine Gerichte momentan noch günstig anzubieten? Wie Leussler sagt, engagiere er sich auch sozial und dies bliebe auch seinen Lieferanten nicht verborgen, weshalb er von diesen Sonderkonditionen bekomme. „Mein Lieferant sagt immer: ‘Peter wir machen dir gern gute Preise, weil wir wissen, du gibst es auch günstig weiter’.“ So kostet ein Grillteller inklusive Pommes und Salat aus der Salat-Bar fünf Euro. Dazu bekommen Kunden im Sommer noch ein Gratis-Eis zum Nachtisch. „Das zieht natürlich Studenten oder auch Senioren stark an“, sagt Leussler.

Bio-Fleisch aus Deutschland biete er aktuell nicht an, da er dann hohe Preise verlangen müsste. „Aber ich biete ein Gericht mit Iberico oder Charoluxe Rumpsteak für zehn Euro an.“ Die Tiere erhielten dabei Getreide als Futter und hätten extra viel Auslauf, so Leussler. Außerdem sei er in Verhandlungen mit einem Bauern bei Trebur. Von diesem möchte Leussler in Zukunft sein Rindfleisch direkt vom Hof beziehen.

Fleischer-Einkauf Mainz/Wiesbaden

Der Fleisch-Großhandel in Mombach, der sich selbst als „mehr als nur ein Lieferant“ bezeichnet, bietet auch einen Imbiss zur Mittagszeit an. Auch hier sind die Preise günstig. So kosten am „Schnitzeltag“ alle Schnitzelgerichte inklusive Pommes Frites oder Kartoffelkroketten 8,90 Euro. Das panierte Schnitzel im XL-Format bringt dabei laut Speisekarte satte 360 Gramm auf die Waage. Auch das Cordon Bleu vom Schwein mit Käse und Schinken gefüllt sowie Röstitalern gibt es für denselben Preis.

Auf der Internetplattform „Yelp“ gibt es für den Imbiss überwiegend positive Bewertungen. So schreibt ein User: „Hier gibt es superleckere Fleischgerichte und sehr, sehr große Portionen zu fairen Preisen.“ Und ein anderer: „Unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis! Kurz Schlange stehen und dann vollstopfen! Kurz vor Schnappatmung.“ Und ein weiterer User kommentiert: „Das Preis-Leistungs- Verhältnis ist unschlagbar, die Portionen sind nicht zu packen.“ Auf Anfrage wollte sich der Fleischer-Einkauf zu seinen Produkten, Preisen und Herkunft des Fleischs nicht äußern.

„Waldgeist“

Riesige Portionen gibt es auch etwas außerhalb von Mainz im „Waldgeist“. Das selbsternannte „XXL Restaurant“ in Hofheim bietet Gerichte in unterschiedlichen Größen an. So kann man Schnitzel mit einem Gewicht von 250 Gramm bis hin zu einem Kilo bestellen. Die Preise für das günstigste Schnitzel (Wiener Art) bewegen sich dabei von 11,40 Euro bis hin zu 27,60 Euro für das 1000-Gramm-Schnitzel mit Pommes und Frankfurter Grüner Soße. Ebenfalls im Angebot: „XXXXXL Burger“ mit 30 Zentimeter Durchmesser aus gemischten Schweine- und Rindfleisch, 600 Gramm schwere Currywürste mit Pommes (19,90 Euro) und das 1,2 Kilogramm schwere Rumpsteak „Hitman“ mit Pommes, Zwiebeln und Kräuterbutter für knapp 70 Euro.

Wer gar nicht mehr genug bekommt, der kann sich an einem Rekord versuchen. Zu bezwingen gilt es dabei die „XXXXL Königsplatte Audi Andree“ - ein Drei-Kilogramm-Schnitzel mit Pommes (49,90 Euro). Wer es schafft, dieses Schnitzel alleine zu essen, der muss nichts bezahlen. Und tatsächlich gibt es einen Rekordhalter. Der Gast hatte im Dezember des vergangenen Jahres das Riesenschnitzel verzehrt und zusätzlich noch ein 460-Gramm-Schnitzel hinterhergegessen.

Wie „Waldgeist“-Chef Christoph Hahl auf Anfrage sagt, laufe sein Restaurant sehr gut. Er könne auch seine Preise stabil halten, daran habe sich lange nichts geändert. „Wir beziehen unser Fleisch vom Großhandel, Schlachtereien oder auch von der Metro.“ Biofleisch anzubieten, habe er schon überlegt, so Hahl. „Aber da wäre der Preis dann auch schon ein ganz anderer. Ich weiß nicht, ob meine Kunden bereit wären, das zu zahlen.“

„Zum Brünnchen“

Im „Zum Brünnchen“ im Mombach bietet Familie Mikulić ihren Gästen deutsch-kroatische Gerichte an. Die Preise sind moderat und die Portionen offenbar sehr groß. „Mehr Fleisch geht nicht“ kommentiert Leser Holger. Bei „Google“ postet ein User: „Portionen sind sehr gut.“ Die Preise für Schnitzel, die immer mit Pommes und Salat serviert werden, liegen zwischen 9,50 Euro (Wiener Art) und 12,90 Euro („Zagreb“ gefüllt mit Schinken und Feta-Käse).

Außerdem gibt es Steaks für deutlich unter 20 Euro mit Pommes und Salat sowie Spezialitäten vom Grill wie die „Croatia Platte“ mit einem Kotelett, einem Fleischspieß, Cevapcici, Pljeskavica (Hacksteak) und einem kleinen Schweineschnitzel mit Pommes, Reis und Salat für 14,50 Euro.

„Zum Gebirg“

Gut bürgerliche Küche gibt es im „Zum Gebirg“. Schon seit 1857 gibt es das Lokal in der Großen Weißgasse, seit 1926 trägt es seinen aktuellen Namen. Am Schnitzeltag (Mittwoch) gibt es mehrere Variationen inklusive Pommes und Salat zum Preis von 10,50 Euro, an den anderen Tagen für 12,90 Euro. Ein 300 Gramm-Rumpsteak aus Südamerika mit Bratkartoffeln und Salat ist für knapp 22 Euro zu haben, ein „Holzfäller-Steak“ vom Schweinenacken mit geschmorten Zwiebeln, Bratkartoffeln und Salat beipielsweise für 12,90 Euro.

Von Oktober bis März bietet das „Zum Gebirg“ einmal im Monat ein „Schlachtfest für Liebhaber deftig-traditioneller Gerichte“ an. Dann gibt es unter anderem eine Schlachtplatte mit Wellfleisch, Kassler, hausgemachtem Leberkloß, Blut-und Leberwürstchen sowie Kartoffelpüree und Sauerkraut für knapp unter 15 Euro. Wie Inhaberin Eva Trapp sagt, halte man die Preise stabil, auch wenn es immer schwieriger werde. Sein Fleische bezieht das Lokal vom Fleischgroßhandel Rembser aus Mainz-Kastel „sowie von der Fleischerinnung und Cash & Carry“. Biofleisch biete man im „Zum Gebirg“ nicht an, so Trapp.

Kritik an hohem Fleischkonsum

Auch wenn es in diesem Artikel darum geht, Lokale und Imbisse aufzuzählen, in denen es größere Portionen Fleisch auf den Teller gibt, wird dieser Fleischkonsum von einigen Lesern sehr kritisch kommentiert. So schreibt Leserin Johanna: „Ich halte nichts von sinnfreier Fleischvöllerei. Ekelhaft. Hauptsache, das Quäl-Schnitzel hängt rechts und links übern Tellerrand und das für billllliiiiich.“ Und Leser Thomas meint: „Quantität bedeutet noch lange nicht Qualität.“

Ob auch andere Mainzer dieser Meinung sind, könnt ihr hier in unserer Umfrage sehen. (df)

Logo