Neues Konzept: Aus Frittenlove wird Happy Döner

Vegan-Döner statt Premium-Fritten: Sternekoch Sascha Wolter hat das Konzept seines Mainzer Lokals Frittenlove nun deutlich verändert. Dabei setzt Wolter vollständig auf vegane Produkte.

Neues Konzept: Aus Frittenlove wird Happy Döner

Mit ausgefallenen Fritten-Variationen und Qualitäts-Burgern hat der Sternekoch Sascha Wolter seit Spätsommer 2020 sein Lokal Frittenlove in Mainz geführt. Das Fritten-Kreationen gibt es jetzt nur noch in reduzierter Form, der Name des Lokals hat sich zudem verändert – Wolter jedoch ist geblieben und setzt nun auf ein neues Konzept: vollständig vegane Döner. Aus Frittenlove wurde Anfang November Happy Döner.

Die Abkehr von Fritten und Burgern hin zu Döner erklärt Wolter so: „Unser Restaurant und die Küchenräume sind uns zu klein geworden für das Fritten- und Burgerkonzept.“ Besonders der handwerkliche Aufwand, den der Koch und sein Team in den kleinen Küchenräumen vor Ort betreiben mussten, sei zu groß geworden. In den vergangenen drei Monaten plante Wolter also den Konzeptwechsel: „Dazu haben wir Stammgäste, Freunde und Familienmitglieder gefragt, was sie davon halten und unsere Kreationen probieren lassen“, verrät er. Doch wie sieht er denn nun aus, der Döner ohne tierische Produkte?

Fleischersatz von „planted“

Das Brot für den Döner lässt das Küchenteam von der lokal ansässigen Landbäckerei Mayer produzieren, Soßen werden selbst zubereitet – ebenfalls komplett vegan. Auch bei den Soßen werden keine tierischen Produkte verwendet: „Wenn eine Soße eigentlich auf Joghurtbasis sein sollte, verwenden wir dafür Hafermilch. Das funktioniert genau so gut und schmeckt fantastisch“, sagt Wolter. Doch ein guter Döner lebt vor allem vom Fleisch: Im Fall von Happy Döner wird der pflanzliche Fleischersatz der Firma „planted“ verwendet. Die Mischung aus Wasser, Erbsenprotein, Rapsöl, Erbsenfasern, Salz und Hefe wird schon in Gyrosform angeliefert, also nicht wie beim Fleischdöner vom Spieß geschnitten. Bei Happy Döner wird der Fleischersatz dann im Mainzer Restaurant mit einer speziellen Gewürzmischung verfeinert.

Insgesamt fünf verschiedene Döner-Variationen gibt es bei Happy Döner zu kaufen – allesamt aus rein veganen Produkten. Darunter findet sich der klassische Döner, mit Rotkraut, Zwiebeln, Fleischersatz und Salat. Dazu kommen weitere Kreationen wie der „Orientexpress“ mit Fleischersatz, Blumenkohl vom Smoker und Sesampaste, der „Fitness Freak“ mit Avocado, Mehrkornbrot und Rohkost oder ein Döner mit saisonalen Zutaten. Auch zwei Bowls mit Fleischersatz, Bulgur oder Reis und weiteren Zutaten werden in der Stadthausstraße 13 angeboten. Dazu reicht Wolter noch den Klassiker: Hausgemachten Ayran (ebenfalls vegan) in drei verschiedenen Sorten: Mango, Meersalz & Limette oder mit Blaubeeren.

Gänzlich trennen konnte sich Wolter von seinen selbstgemachten Fritten nicht: Auch sie stehen weiter auf der Speisekarte im Happy Döner, allerdings gibt es nicht mehr so viele verschiedene Frittensorten wie noch vor einem Jahr. Sascha Wolter hofft nun, dass die Mainzer seine Vegan-Döner annehmen. Mit Preisen zwischen 7,50 und 8,50 Euro sind Wolters Döner-Kreationen durchaus teurer, als die der Mainzer Konkurrenz. Dafür verspricht der Koch ausgefallene, gesunde Döner-Sandwiches mit geschmacklicher Raffinesse und hausgemachten Beilagen oder Soßen.

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