Vermummter Mann ruft zu Polizisten-Morden auf

Neue Taskforce sucht soziale Medien nach Hasskommentaren ab

Vermummter Mann ruft zu Polizisten-Morden auf

Nach dem Polizisten-Mord in Kusel in der vergangenen Woche hat das Landeskriminalamt (LKA) 15 Verantwortliche ermittelt, die Hass-Kommentare in sozialen Medien gepostet hatten.

Seit 1. Februar seien in der extra eingerichteten Ermittlungsgruppe „Hate Speech“ 399 Fälle von Hass und Hetze im Zusammenhang mit der Tat im Landkreis Kusel bekannt geworden. 102 dieser Internetbeiträge seien nach jetzigem Stand strafrechtlich relevant. In 15 Fällen konnten bereits Verantwortliche ermittelt werden.

In der Ermittlungsgruppe arbeiten 14 Experten, die aktiv nach Hasskommentaren in sozialen Medien suchen. Die Ermittler werden von der Taskforce „Gewaltaufrufe Rechts“ des Verfassungsschutzes unterstützt.

Ein Video, in dem ein vermummter Mann öffentlich dazu aufrief, Polizisten auf Feldwege zu locken, um dort auf sie zu schießen (sogenanntes „Cophunting“), hatte bereits in der Nacht zum Freitag zu einer Festnahme in einem Ort der Verbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen geführt. „Diese Unglaublichkeit wollte der Mann auch noch als Event aufziehen, damit Geld verdienen und sich von Interessenten dafür mit 500 Euro pro Teilnehmer entlohnen lassen. Ich sage ganz klar: So etwas Widerliches werden wir nicht tolerieren“, so Innenminister Roger Lewentz (SPD).

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