Tipps gegen Betrugs-Masche bei Ferienhäusern

Auf der Suche nach dem perfekten Ferienhäuschen buchen die meisten Urlauber eine Unterkunft im Internet. Doch dort sammeln sich immer mehr falsche Wohnungen und Häuser. Wie können sich Urlauber vor Betrügern schützen?

Tipps gegen Betrugs-Masche bei Ferienhäusern

Wer im Internet ein Ferienhaus buchen möchte, sollte genau hinschauen, ob es die Unterkunft wirklich gibt. Denn seit einigen Jahren steigt das Internetangebot mit falschen Ferienhäusern und -wohnungen rasant an. Kurz vor der Ferienzeit geben die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und das Landeskriminalamt über Tipps, wie man sich vor Betrug bei der Ferienhaus-Buchung schützen kann.

„Grundsätzlich kann jeder Urlauber zum Opfer werden.“ Christian Gollner, Rechtsexperte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

„Grundsätzlich kann jeder Urlauber zum Opfer werden“, sagt Christian Gollner, Rechtsexperte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. „Ob die Anzeige für eine Ferienwohnung unseriös oder betrügerisch ist, das ist auf den ersten Blick meist nicht zu erkennen.“ Dennoch gebe es Kennzeichen für Bertrugsversuche, auf die Urlauber bei ihrer Buchung achten können.

Tipps zum Schutz vor Betrug

Ein wesentliches Kennzeichen für einen Betrugsversuch sei die Aufforderung, die Gesamtmiete des Ferienhauses sofort im Voraus zu bezahlen. Werde das Geld dann einfach überwiesen, sei es meistens verloren. „Besser ist, per Lastschrift oder mit Kreditkarte zu bezahlen“, so Gollner. Dann könne man das Geld im Betrugsfall meist wieder zurückholen. Eine weiterer Trick der Betrüger sei es, die Zahlung mittels eines Bargeldtransferdienstes wie „Western Union“ oder „Money Gram“ zu verlangen. Denn das ermögliche den Zahlungsempfängern, unerkannt zu bleiben. Auch von dieser Bezahlmethode raten die Verbraucherzentrale und Kriminalpolizei ab.

Eine Möglichkeit, sich vor Betrug zu schützen, sei stattdessen ein Anruf beim Vermieter oder der Vermittlungsagentur, denn Betrüger würden Telefonate meist vermeiden. Auch wenn nur eine E-Mail-Adresse angegeben ist oder Angaben wie Name, Anschrift und Telefonnummer des Vermieters fehlen, sei Vorsicht geboten. Stutzig werden sollten Urlauber auch bei besonders niedrigen Mietpreisen oder wenn die Adresse des Ferienhauses fehlt. Bei privaten Vermietungen empfehlen Verbraucherzentrale und Kriminalpolizei, das Haus bei Google zu suchen und zu überprüfen, ob es auf einer Online-Karte überhaupt existiert. Zudem sollten Urlauber darauf achten, alle Abmachungen schriftlich festzuhalten.

Was tun im Betrugsfall?

Wenn Urlaubern beim Buchen ein oder mehrere dieser Kennzeichen auffallen oder aus anderen Gründen Verdacht schöpfen, empfehlen die Verbraucherzentrale und die Kriminalpolizei, umgehend den Betreiber des Anzeigenportals darüber zu informieren. Wem erst nach der Buchung auffällt, dass es sich um einen Betrug handelt, sollte Anzeige bei der örtlichen Polizei erstatten.

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