Busnetz-Reform: Zahlreiche Änderungen bei Buslinien in Mainz geplant

Wiesbaden reformiert sein Busnetz, und das hat auch Folgen für Mainz. Vor allem für Fahrgäste aus Mombach, Gonsenheim und bei den Linien in Richtung AKK wird sich einiges ändern.

Busnetz-Reform: Zahlreiche Änderungen bei Buslinien in Mainz geplant

Eine Reform des Busliniennetzes in Wiesbaden wird auch zu deutlichen Änderungen für Fahrgäste in Mainz führen. Das teilte kürzlich die Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) im Mobilitätsausschuss mit. Betroffen sind vor allem Buslinien, die von Mainz in die AKK-Stadtteile Kastel, Kostheim und Amöneburg fahren.

Liniennummern ändern sich

Grundsätzlich soll es auf allen Linien zwischen Wiesbaden und Mainz einen 30-Minuten-Takt geben. Um die Verbindungen zu beschleunigen, werden Linienverläufe angepasst, was auch den Entfall einzelner Haltestellen bedeuten kann. Auch die Liniennummern werden sich ändern.

Geplant sind zudem mehr Linien über die Schiersteiner Brücke. Dadurch sollen mehr Direktverbindungen zwischen Mombach und Gonsenheim mit dem westlichen Teil Wiesbadens entstehen. Dieses Angebot soll es dann auch an Samstagen geben. Vereinzelt sind auch Anpassungen in der Fahrzeuggröße vorgesehen, etwa zwischen Wildpark und Breiter Straße.

Das werden die wichtigsten Änderungen sein:

  • Linie 6 zwischen Wildpark, die Wiesbadener Innenstadt und Nordfriedhof wird künftig zur Linie M6. Zusätzlich wird die 14 zwischen Hauptbahnhof und Wiesbaden Waldfriedhof unterwegs sein. Die N6 fährt in den Wochenend-Nächten zwischen Hauptbahnhof und Wiesbaden Nordfriedhof.

    Die M6 wird wochentags nur noch im 15-Minuten-Takt fahren, dafür fahren alle Busse bis Wildpark.

  • Linie 54 zwischen Klein-Winternheim und Gustavsburg fährt dann als Linie 58 von Klein-Winternheim über Lerchenberg und Drais, die Mainzer Innenstadt, Kastel bis nach Bischofsheim. Zur Hauptverkehrszeit soll sie von Lerchenberg aus im 15-Minuten-Takt fahren.

  • Linie 55 zwischen Lerchenberg und Kastel-Krautgärten über die Mainzer Innenstadt entfällt künftig. Als Ersatz dienen die Linien 14, 57 und 58.

  • Linie 58 zwischen Finthen, die Mainzer Innenstadt, Kastel und Bischhofsheim entfällt ebenfalls auf dieser Strecke.

  • Linie 56 zwischen Ingelheim und Ginsheim über Finthen, die Mainzer Innenstadt und Kostheim wird zur Linie 59 und verkehrt in der Regel alle 15 Minuten zwischen Finthen und Gustavsburg.

  • Linie 59 zwischen Zollhafen und Hochschule Mainz wird zu Linie 54.

  • Statt der Linie 9 zwischen dem Mainzer Hauptbahnhof und Wiesbaden-Schierstein gibt es künftig die Linie 19, die zum Äppelallee-Center fährt. Als Ersatz gelten die Linien 14 und 29.

  • Linie 28 von Bismarckplatz über Höfchen bis Wiesbaden Hauptbahnhof wird zur Linie 20 und fährt dann bis zum Wiesbadener Hofgartenplatz.

  • Linie 60, die bisher von Polygon über Mombach und die Innenstadt bis nach Ginsheim fährt, startet künftig in Ingelheim. Die Endstelle wird mit der 80 getauscht. Stattdessen verkehren die 80 und 81 von Polygon über Mombach nach Laubenheim.

  • Linie 62 startet künftig erst am Wildpark. Künftig wird sie auch samstags zwischen 9 und 18 Uhr fahren, ebenso wie die Linie 22.

  • Linie 74 wird zu X74 und verlängert die Strecke bis zum Wiesbadener Nordfriedhof. Teilweise fährt sie über die A643.

Abstimmung läuft noch

Hintergrund der Anpassungen sind mehrere Umstellungen in Wiesbaden. Dort soll es künftig einen 15-Minuten-Grundtakt sowie neue Metro- und Sprinterbuslinien geben, die für schnellere Verbindungen sorgen sollen.

Noch in diesem Jahr wollen sich die Mainzer Verkehrsgesellschaft und die Wiesbadener ESWE Verkehr über die genauen Linienwege und den Startzeitpunkt abstimmen. Die Detailplanung der Linien und Dienste ist für 2027 vorgesehen, bevor die Reform im dritten Quartal des Jahres umgesetzt wird. Gültig werden sollen die Änderungen voraussichtlich im dritten Quartal 2027.