Junges Chemieunternehmen zieht von Wiesbaden nach Mainz

Vier Jahre nach ihrer Gründung zog ein Unternehmen aus der Polymerchemie kürzlich von Wiesbaden nach Mainz um. Nun hat es in der Nähe der JGU seinen neuen Stammsitz und will weiter wachsen.

Junges Chemieunternehmen zieht von Wiesbaden nach Mainz

LigniLabs hat eines der Laborgebäude am neuen Biotechnologie-Standort zwischen der Saarstraße und der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz bezogen. Vier Jahre nach seiner Gründung wechselte das Unternehmen damit von Wiesbaden nach Mainz. Ursprünglich gegründet wurde LigniLabs als „Spin-off“ des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPIP).

„Da wir wissenschaftlich am MPIP verortet sind, war der Umzug ins Lab1 die naheliegende Konsequenz“, so eine Unternehmenssprecherin gegenüber Merkurist. Die beiden Geschäftsführer forschen demnach bereits seit fast zwei Jahrzehnten an der Technologie, gefördert wurde das Unternehmen nach eigenen Angaben mit bislang über 2,2 Millionen Euro.

Intelligente Trägersysteme für Wirkstoffe

Entwickelt wird hier eine Technologie, mit der ligninbasierte Mikrokapseln hergestellt werden können. Diese dienen dann als intelligente Trägersysteme für Wirkstoffe, die auf diese Weise gezielt freigesetzt werden. Eingesetzt werden diese Systeme etwa in der Landwirtschaft oder für den Flammenschutz, in der Materialwissenschaft und Bauchemie sowie für Beschichtungen. Die Technologie ist bio-basiert, Kunden können also somit fossile und mikroplastikbasierte Kapselsysteme durch nachhaltige Alternativen ersetzen, so die Sprecherin weiter.

Das Unternehmen plane nun, die Technologie weiter auszubauen. Auch das Team soll sich erweitern, vor allem in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Engineering und Business Development. Im Oktober will LigniLabs offizielle Eröffnung feiern.

Weiterer Mieter im LAB 1 ist die Forschungseinrichtung TRON (Translational Oncology Mainz) gGmbH auf 1032 Quadratmetern Labor- und Büroflächen mit rund 40 Mitarbeitern.