Straßenbeleuchtung in Mainz: Gaslaternen vor dem Aus

Die Energiekrise zwingt auch die Stadt Mainz zum Sparen. Besonders kostspielig sind inzwischen Gaslaternen geworden.

Straßenbeleuchtung in Mainz: Gaslaternen vor dem Aus

Mainz ist eine von wenigen Städten in Deutschland, in denen es noch Gaslaternen als Straßenbeleuchtung gibt. In Zeiten von stetig steigenden Gaspreisen scheint diese Art der Beleuchtung aber nicht mehr zeitgemäß beziehungsweise zu teuer. Die Stadt weiß um das Problem und will nun reagieren.

Erhebliche Arbeiten damit verbunden

Derzeit werden noch 42 Gasleuchten in Mainz betrieben. Diese befinden sich überwiegend in der Innenstadt, einige wenige auch noch in der Neustadt. Auf Anfrage von Merkurist nennt die Stadtverwaltung die Standorte der Gaslaternen. So befinden sich in der Domstraße vier Stück, in der Maria-Ward-Straße sechs Exemplare, in der Rochusstraße zwei Gaslaternen, am Stefansberg drei Stück, am Stefansplatz neun Stück, in der Stefansstraße drei Leuchten, im Weihergarten drei Anlagen, in der Weihergartenstraße zwei Stück, am Willigisplatz drei Laternen, in der Willigisstraße vier Stück und in der Leibnizstraße drei Exemplare.

In der Vergangenheit sei vereinbart worden, so Stadtsprecher Ralf Peterhanwahr, dass diese wenigen verbliebenen Gaslaternen im Bereich des Doms und um St. Stefan erhalten bleiben. Denn die historischen Leuchten würden im Zusammenhang mit der historischen Bebauung eine angenehme Lichtatmosphäre erzeugen. Doch anlässlich der Gasmangellage habe man das Thema ‘Gaslaternen’ nochmals analysiert und in Abstimmung mit der Mainzer Netze GmbH eine Handlungsempfehlung formuliert. Diese sei von der „AG Gasmangellage“ bestätigt worden.

Da es mittlerweile technisch möglich ist, mit LED-Einsätzen „die Anmutung einer Gasbeleuchtung zu bewirken“, sei festgelegt worden, diese letzten noch vorhandenen 42 mit Gas betriebenen Leuchten ebenfalls auf LED-Technik umzurüsten, erklärt Peterhanwahr. „Dies wurde und wird auch bereits in der Altstadt erfolgreich umgesetzt.“ Dabei blieben die alten Kandelaber erhalten und würden lediglich durch LED-Technik ersetzt. Mit der Umrüstung würde dann eine erhebliche Energieeinsparung erreicht werden.

Die Umrüstung der Gasleuchten erfolge - in Abhängigkeit von der Materialverfügbarkeit - ab sofort und werde wohl zwei bis drei Jahre dauern, so Stadtsprecher Peterhanwahr. Für die Stromversorgung würden jedoch erhebliche Tiefbauarbeiten notwendig werden. Die ersten fünf dieser alten Gasleuchten sollen demnächst im Weihergarten/Weihergartenstraße umgerüstet werden. Außerdem werde die Umrüstung von drei weiteren Gasleuchten in der Stephanstraße vorbereitet, sagt Peterhanwahr. „Stand heute sollen beide Maßnahmen bis Frühjahr des nächsten Jahres umgesetzt sein.“

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