Klima-Kleber in Mainz: Polizei löst Aktion auf

Sieben Klima-Aktivisten hatten die Alicenbrücke blockiert.

Klima-Kleber in Mainz: Polizei löst Aktion auf

Am Montagmorgen hatten sich mehrere Klima-Aktivisten auf der Alicenbrücke in Richtung Saarstraße auf der Straße festgeklebt. Nach mehreren Aufforderungen zu gehen, löste die Polizei nach einer Dreiviertelstunde die Aktivisten von der Straße und beendete damit die Aktion nach insgesamt einer Stunde.

Während es bei der Aktion im Dezember zu Problemen bei einem der Aktivisten gekommen war, konnten dieses Mal alle Personen problemlos und innerhalb weniger Minuten von der Straße gelöst werden. Die Polizei nutzte Olivenöl zum Lösen des Sekundenklebers.

Am 9. Dezember hatte sich Aktivist Raúl Semmler mit einem Gemisch aus Sand und Kleber so fest an den Mainzer Asphalt geklebt, dass dieser mit schweren Gerätschaften aufgebrochen werden musste. Mitarbeiter der Straßenverkehrsbehörde hatten dazu die Fahrbahndecke mittels Trennschleifer und Bohrhammer aufgetrennt und sie dann abgetragen. Der Aktivist wurde für den Einsatz mit Schutzkleidung ausgestattet. Er wurde dabei nicht verletzt. Dieses Mal hatte sich Semmler nicht an die Fahrbahn geklebt, um gemeinsam mit einem weiteren Aktivisten eine Rettungsgasse zu bilden und im Notfall den Weg freizugeben.

Nachdem die Feuerwehr die Ölreste von der Fahrbahn entfernt hatte, konnte die Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden. Laut des Mainzer Polizeisprechers Matthias Bockius wurde niemand verletzt. „Aus polizeilicher Sicht ist die Aktion also gut verlaufen“, so Bockius.

Mit ihren Aktionen fordern die Klima-Kleber eine Einführung eines Tempolimits auf deutschen Autobahnen von 100 km/h sowie ein 9-Euro-Ticket für den ÖPNV zur Einsparung von CO2. Auch protestierten sie gegen die aktuell geplante Räumung für den Kohletagebau in Lützerath.

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