Die Stimmen in Rheinland-Pfalz sind ausgezählt: Die CDU gewinnt die Landtagswahl laut ARD-Hochrechnung von 21:46 Uhr mit 31,0 Prozent klar vor der SPD (25,9). Außerdem ziehen die AfD (19,5) mit ihrem bisher stärksten Ergebnis in einem westdeutschen Bundesland und die Grünen (7,9) in den Landtag ein. FDP und Freie Wähler sind draußen, die Linke verpasst den erstmaligen Einzug in den Landtag. Doch wie haben die Mainzer gewählt?
Im ganzen Mainzer Stadtgebiet ist die SPD mit 29,4 Prozent stärkste Kraft vor der CDU (24,0), den Grünen (18,5), den Linken (10,9) und der AfD (7,8).
Die Stadt war in drei Wahlkreise aufgeteilt: Mainz I (Innenstadt), Mainz II (Mombach, Gonsenheim, Bretzenheim, Hechtsheim, Weisenau) und Mainz III (Finthen, Marienborn, Lerchenberg, Drais, Ebersheim, Laubenheim, Verbandsgemeinde Bodenheim).
Zwei Direktmandate für die SPD
In Mainz I gewinnt der frühere Mainzer Oberbürgermeister und jetzige Innenminister Michael Ebling (SPD) mit 28,2 Prozent das Direktmandat vor Familienministerin Katharina Binz (Grüne), die mit 27,2 Prozent knapp dahinter liegt. Die SPD ist mit 28,6 Prozent auch bei den Zweitstimmen stärkste Kraft in der Mainzer Innenstadt. Es folgen die Grünen (22,8), die CDU (17,7) und die Linke (16,0). Die AfD erreicht nur 6,0 Prozent.
Die SPD holt auch in Mainz II das Direktmandat: Finanzministerin Doris Ahnen (SPD) gewinnt mit 28,8 Prozent gegen Torsten Rohe (26,8) von der CDU und Verkehrsministerin Katrin Eder (Grüne/21,7). Stärkste Kraft nach den Zweitstimmen ist die SPD (30,2) vor der CDU (26,7).
Das dritte Mainzer Direktmandat geht an Johannes Schäfer (CDU) mit 32,3 Prozent. Er setzt sich damit gegen SPD-Mann Patric Müller durch, der 29,4 Prozent erhielt. Die CDU (31,8) ist auch bei den Zweitstimmen stärkste Kraft vor der SPD (29,7).
Die Wahlbeteiligung in Mainz lag bei 71,2 Prozent.