Giftanschlag einer Mainzer Studentin: Prozess beginnt

Ein Jahr nach dem Giftanschlag einer 33-jährigen Studentin aus Mainz beginnt nun der Prozess am Landgericht Darmstadt.

Giftanschlag einer Mainzer Studentin: Prozess beginnt

Nachdem eine Mainzer Studentin im August 2021 wohl Lebensmittel und Getränke vergiftet hatte, beginnt am 8. November nun der Prozess gegen die 33-Jährige am Landgericht Darmstadt. Sieben Menschen mussten damals mit gesundheitlichen Problemen, bis hin zu Vergiftungserscheinungen, in medizinische Behandlung. Eine Person schwebte zwischenzeitlich in Lebensgefahr. Nun wird die Frau des versuchten Mordes verdächtigt.

Der „Giftanschlag“ ereignete sich an der Technischen Universität (TU) Darmstadt. Wie das Polizeipräsidium Südhessen damals mitteilte, wurde die Mainzerin nach der Tat in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hatte daraufhin ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des versuchten Mordes im Zustand der Schuldunfähigkeit eingeleitet. Übernommen hatte die Ermittlungen die eigens dafür gegründete Mordkommission „Licht“. Unter anderem wurden 1000 Zeugen befragt und Datenträger ausgewertet. In Milchtüten und Wasserbehältern wurde eine giftige Substanz gefunden.

Die Beschuldigte habe sich von den Mitarbeitern verfolgt gefühlt, so die Polizei. Nun gehe es in dem Sicherungsverfahren um eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus, so die Staatsanwaltschaft.

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