2G-Modell kommt wohl noch im September in Mainz

Zutritt nur noch für Geimpfte und Genesene? In Hamburg ist das in manchen Bereichen schon jetzt möglich. Auch in Mainz könnte es bald soweit sein.

2G-Modell kommt wohl noch im September in Mainz

Vorbild Hamburg? In der Hansestadt können Veranstalter und Wirte seit dem Wochenende selbst entscheiden, ob sie nur Geimpfte und Genesene einlassen, die dann weitgehend von Corona-Einschränkungen befreit sind. Alternativ können sie weiter das 3G-Modell nutzen – also auch Ungeimpfte mit negativen Schnelltests akzeptieren. Längst wird auch in Rheinland-Pfalz diskutiert, ob das der richtige Weg ist.

„Wo findet man in Mainz 2G-Gastronomie?“, fragt ein Merkurist-User in seinem Snip und erklärt: „Wenn nur Geimpfte oder Genesene anwesend sind, dann ist einfach mehr möglich: mehr Besucher, bessere Einnahmen. Alle sind entspannter.“ Andere User sehen das kritischer: „Die Gesellschaft weiterspalten und die Gräben weiter vertiefen. Mir ist es egal, ob der neben mir ungeimpft, geimpft oder ein Raucher ist. Es gibt kein Recht auf absolute Gesundheit und Impfen bleibt eine persönliche sowie freie Entscheidung“, so Leser Arno.

Ebling hofft auf Land

Ein Befürworter des Hamburger Modells ist hingegen der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD). „Das würde für die Geimpften und Genesenen ein großes Stück Sicherheit und auch Normalität schaffen – das ist inzwischen die überwiegende Mehrheit der Gesellschaft“, so Ebling. „Es gäbe damit keinen Grund mehr, in diesen Fällen den Handel oder die Gastronomie in einen Lockdown zu schicken.“

Allerdings sagt Ebling auch: „Die 2G-Regel müsste vom Land Rheinland-Pfalz ins Spiel gebracht werden, das können wir als Stadt nicht selbst entscheiden.“ Denn auch jetzt dürften Gastronomen oder Clubbetreiber zwar schon auf 2G umstellen – sie hätten allerdings noch keine Vorteile davon. Aktuelle Regeln wie die Maskenpflicht auf der Tanzfläche oder die strikte Besucherbegrenzung würden weiterhin gelten.

2G-Modelle schon ab 12. September?

Das könnte sich allerdings bald ändern. „Es ist geplant, im Zuge einer neuen Corona-Bekämpfungsverordnung Regelungen vorzusehen, die 2G-Modelle mit mehr Freiheiten ermöglichen“, sagt Franziska Schmitt, Sprecherin des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums. „Zu bedenken ist allerdings, dass insbesondere Personen, für die aus gesundheitlichen Gründen keine Impfempfehlung ausgesprochen werden kann, die gesellschaftliche Teilhabe weiterhin ermöglicht werden sollte.“

Die derzeit geltende 25. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes ist noch bis zum 11. September in Kraft. Sprecherin Schmitt sagt: „Daher ist spätestens zum Ende der nächsten Woche mit einer neuen Corona-Bekämpfungsverordnung zu rechnen, die die bereits beschriebenen Regelungen enthalten wird.“

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