So stellt sich „MainzZero“ die Bonifaziusstraße 2026 vor

In fünf Jahren könnte in Mainz die Landesgartenschau stattfinden. Derzeit werden noch Konzepte erarbeitet. Die Klimainitiative „MainzZero“ hat klare Vorstellungen, wie Mainz 2026 aussehen könnte.

So stellt sich „MainzZero“ die Bonifaziusstraße 2026 vor

Noch ist nicht sicher, ob die Landesgartenschau 2026 in Mainz stattfinden wird. Das Bewerbungsverfahren wurde wegen der Corona-Pandemie bis zum 15. Oktober 2021 verlängert. Doch schon jetzt gibt es Vorschläge von Politik und Bürgern, wie Mainz bis dahin grüner und nachhaltiger werden könnte. Auch die Klimainitiative MainzZero hat jetzt konkrete Vorschläge und eine Visualisierung der Bonifaziusstraße vorgelegt.

Auf dem Weg vom Mainzer Hauptbahnhof zum Rhein soll es zwei Highlights geben: ein belebtes und begrüntes Areal um Bonifaziusplatz und Bonifaziusstraße sowie eine parkähnliche Kaiserstraße, die fahrrad- und fußgängerfreundlich wird. Die begrünten Fassaden sollen die Strecke nicht nur optisch aufwerten, sondern auch für ein angenehmeres Klima im Sommer sorgen. Für Kinder soll es einen Wasserspielplatz in der Kaiserstraße geben. „Ganz in römischer Tradition wird das Wasser aus dem Rhein in die Stadt geholt und später wieder zurückgeführt“, so MainzZero.

Die ganze Vision bezeichnet MainzZero als „Green City“ - eine begrünte, nachhaltige und damit „menschenfreundliche Stadt der Zukunft“. Damit könne Mainz auch bundesweit für Aufsehen sorgen. In einer Pressemitteilung heißt es: „Von dieser Vision ist das Konzept der Stadt aktuell noch weit entfernt. Und dies, obwohl die Bewerbungsleitlinien für die Landesgartenschau 2026 dafür wie geschaffen sind.“ Die fünf wesentlichen Ziele seien: die Revitalisierung des Wohn- und Arbeitsumfeldes, umweltfreundliche Mobilität, Anpassung an den Klimawandel und Klimaschutzmaßnahmen, Nachhaltigkeit und Tourismus.

„Es fehlen innovative Ansätze“

Dem Ende Februar vorgelegten Konzept der Stadt fehlten dagegen „innovative Ansätze und die Ausrichtung an den Bewerbungskriterien für die Landesgartenschau 2026 bisher komplett“, so Caterina Wolfangel von MainzZero. „Wir sind sicher, dass gerade die Aufwertung der dicht bebauten Innenstadt durch grüne Achsen mit Vorrang für Fuß- und Radverkehr sowie begrünte Fassaden und Dachflächen mit Förderung durch die Landesgartenschau eine große Chance darstellt, die Landeshauptstadt zukunftsweisend und attraktiv zu gestalten.“ Die Vorschläge seien als Ergänzung zu dem bestehenden Bewerbungskonzept der Stadt zu sehen.

Begrünte Fassaden seien auch auf der Achse Hauptbahnhof in Richtung Innenstadt und der Achse Schillerplatz – Fischtorplatz realisierbar. „Ein weiteres Highlight könnte, das begrünte und energetisch sanierte Finanzamt in der Schillerstraße, Ecke Münsterplatz, darstellen“, so MainzZero. Zudem müsse es in der Innenstadt ein attraktives und kostengünstiges ÖPNV-Angebot geben und ein gutes Parkleitsystem zu den Mainzer Parkhäusern geben. Auch für Fußgänger und Radfahrer müsse der Verkehr attraktiver werden. Davon würden auch Gastronomie und Handel profitieren.

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