Tempo 30 auf Mainzer Ringen? Stadt prüft Reduzierung

Die Stadt Mainz prüft nun, ob das Tempolimit auch auf den Ringen reduziert werden soll.

Tempo 30 auf Mainzer Ringen? Stadt prüft Reduzierung

Während auf der Kaiserstraße und der Rheinallee in Mainz bereits Tempo 30 gilt, ist dies auf dem Kaiser-Karl-Ring, Barbarossaring und Kaiser-Wilhelm-Ring nur abschnittsweise der Fall. Das könnte sich jedoch bald ändern, denn wie die Stadt Mainz auf Anfrage von Merkurist mitteilt, wird eine Geschwindigkeitsreduzierung derzeit geprüft.

Unterschiedliche Gegebenheiten entlang der Strecke

In der Vergangenheit sei die Verkehrssituation auf den Kaiser-Ringen bereits mehrfach untersucht worden. Dabei sei deutlich geworden, dass die Bedingungen entlang der Strecke sehr unterschiedlich sind. Auf dem Abschnitt zwischen dem Hauptbahnhof und der Lessingstraße wurde bereits Tempo 30 eingeführt. Ausschlaggebend waren dort laut Stadt die besonderen Gegebenheiten mit den Straßenbahngleisen, die überfahren werden können und somit besondere Anforderungen an die Verkehrssicherheit stellen.

Anders stelle sich die Lage auf den Abschnitten zwischen der Lessingstraße und dem Bismarckplatz dar. Hier verlaufe die Straßenbahn auf einem baulich getrennten Gleiskörper, der größtenteils nicht überfahren werden kann. Die Konfliktpunkte des westlichen Abschnitts bestünden hier also nicht in gleicher Weise, heißt es aus der Pressestelle der Stadt zu dem Thema. Zudem erfüllten die Ringe eine wichtige Funktion für den öffentlichen Nahverkehr und die Bündelung des städtischen Verkehrs. Diese Verkehrsaspekte müssten bei der Bewertung ebenso berücksichtigt werden wie der Lärmschutz für die Anwohner.

„Eine abschließende Entscheidung über die künftig zulässige Höchstgeschwindigkeit auf den betreffenden Abschnitten ist daher derzeit noch nicht getroffen“, teilt die Verwaltung mit. Die Prüfung finde anlässlich von Untersuchungen zur Lärmminderung statt. Dabei würden verschiedene Aspekte gegeneinander abgewogen.