Hier könnte es bald neue Tempo-30-Zonen in Mainz geben

Maßnahme soll Bürger vor Lärm schützen

Hier könnte es bald neue Tempo-30-Zonen in Mainz geben

Um die Mainzer Bürger besser vor Lärm zu schützen, könnte es in Zukunft weitere Tempo-30-Zonen im Mainzer Stadtgebiet geben. Das hat Umwelt- und Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger (Grüne) bei einem Pressetermin zum Lärmaktionsplan für Mainz am Dienstag bekanntgegeben.

Im aktuellen Lärmaktionsplan wurde die Lärmbelastung in Mainz berechnet. Demnach ist einer der Hauptfaktoren für Lärm in Mainz der Straßenverkehr. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung sei vor allem deshalb eine geeignete Maßnahme, weil bisherige Erfahrungen mit dieser Maßnahme in Mainz positiv gewesen seien. Zudem könne Lärm so schnell reduziert werden, ohne das beispielsweise ein neuer Straßenbelag verlegt werden müsse, was mit deutlich mehr Aufwand verbunden sei.

Besonders Straßen in der Mainzer Oberstadt könnten nun für die Temporeduzierung in Frage kommen. Betroffen wären von einem nächtlichen Tempo 30 dann die Pariser Straße, die Geschwister-Scholl-Straße, „An der Phillippsschanze“, „An der Goldgrube“ und der Fichteplatz. Vorab müsse jedoch noch geprüft werden, ob es von rechtlicher Seite Bedenken gibt und ob sich durch die neue Höchstgeschwindigkeit neue Probleme an den Stellen ergeben könnten.

Hintergrund

Laut dem Bundesministerium für Gesundheit fühlen sich etwa 75 Prozent der Menschen in Deutschland durch Straßenverkehrslärm gestört. Anhaltende Lärmbelastung kann demnach sowohl körperliche als auch psychische Probleme bei Menschen verursachen.