Boot-Poser am Mainzer Rheinufer: Das sagt die Wasserschutzpolizei

„Boot-Poser“ fahren im Sommer vermehrt an der Mainzer Rhein-Promenade entlang und sorgen mit ihren lauten Sportbooten für Ärger. Das sagt die Wasserschutzpolizei dazu.

Boot-Poser am Mainzer Rheinufer: Das sagt die Wasserschutzpolizei

Sobald es in Mainz wieder wärmer wird, beginnt die Boot-Saison auf dem Rhein. Außer großen Fähren finden sich hier auch viele kleinere Privatboote. Immer häufiger befinden sich unter diesen auch Schnellboote oder Jetskis, mit denen häufig junge Männer auf „Spaßfahrten“ an der Rheinufer-Promenade auf und ab fahren.

Das stört so manchen Anwohner und Passanten und auch Leserin Crimson. Sie hat die für sie "peinlichen Boot-Poser" auf Höhe des Fischtorplatzes beobachtet. Für sie sei vor allem der Lärm, der von den Fahrten verursacht wird, ein Problem. Außerdem frage sie sich, ob ähnlich wie beim Autofahren auch für sinnloses Hin- und Herfahren mit dem Boot Verbote gelten. Schließlich sei beides schlecht fürs Klima. Zuständig für den Verkehr auf dem Rhein ist die Wasserschutzpolizei. Auch sie weiß von dem Phänomen der Boot-Poser.

Das sagt die Wasserschutzpolizei

Die Wasserschutzpolizei (WSP) erklärt dazu, dass Freizeitfahrten mit motorisierten Sportbooten grundsätzlich erlaubt sind, solange die Technik nicht manipuliert ist und die Regeln der sogenannten Rheinschifffahrtspolizeiverordnung eingehalten werden. Dazu gehört, dass die Fahrer einen Sportbootführerschein für Binnengewässer besitzen müssen.

Laut WSP gibt es keine Beschränkungen der Lautstärke von Motorbooten. Verboten sei es lediglich, das Boot durch etwa eine Manipulation der Abgasanlage noch lauter zu machen. In der Praxis bedeutet das, dass der Lärm erst mal nicht verhindert werden kann.

Die WSP schreitet dann ein, wenn Bootsführer gegen geltende Vorschriften verstoßen oder andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Dazu gehören alle Fälle, bei denen die erlaubten Geschwindigkeiten nicht eingehalten werden, kein Führerschein vorliegt oder unter Alkohol- oder Drogeneinfluss ein Boot gesteuert wird.

Was können Anwohner tun?

Die WSP versichert, dass sie Hinweise aus der Bevölkerung und insbesondere von Anwohnern sehr ernst nimmt. Sollten diese vermehrt eingehen, werden auch die Kontrollen verstärkt. Die Folgen könnten Platzverweise, ein Weiterfahrverbot oder sogar Straf- oder Ordnungswidrigkeitsanzeigen sein.