Außengastronomie: Öffnungszeiten auch in Mainzer Stadtteilen verlängert

Die verlängerten Öffnungszeiten für die Außengastronomie in Mainz gelten künftig auch für einige Stadtteile. An bestimmten Tagen darf bis Mitternacht bewirtet werden.

Außengastronomie: Öffnungszeiten auch in Mainzer Stadtteilen verlängert

In den Mainzer Stadtteilen Gonsenheim und Hechtsheim darf die Außengastronomie bald länger geöffnet bleiben. Das teilt die Stadt Mainz mit. Die Sonderregelung tritt demnach am 30. April in Kraft.

Die neue Regelung erlaubt es Gastronomiebetrieben, ihre Außenbereiche vom 30. April bis zum 31. Oktober an Freitagen, Samstagen sowie vor gesetzlichen Feiertagen bis Mitternacht zu öffnen. Damit wird der Beginn der Nachtruhe um zwei Stunden nach hinten verschoben.

Eine solche Regelung gibt es bereits für die Mainzer Altstadt und Neustadt (wir berichteten). Nachdem die Stadt angekündigt hatte, die erweiterten Öffnungszeiten auch für den Sommer 2026 beizubehalten, hatten die Ortsbeiräte von Gonsenheim und Hechtsheim mehrheitlich einem entsprechenden Antrag zugestimmt.

„Ich freue mich, hier den Ortsbeiräten eine direkte Entscheidung zu Belangen ihres Stadtteils zu ermöglichen“, so Oberbürgermeister Nino Haase zu der Initiative in den beiden Stadtteilen. „Hierdurch dürfte ein Zugewinn an gastronomischer Attraktivität für die Stadtteile einhergehen.“ Die Erfahrungen aus dem Vorjahr seien durchweg gut gewesen.

Strenge Regeln zum Lärmschutz

Die verlängerten Öffnungszeiten seien jedoch an klare Vorgaben geknüpft. So ist Musik im Freien ab 22 Uhr untersagt. Auch Fenster und Türen der Gaststätten müssen ab dieser Zeit geschlossen bleiben, um die Lärmbelastung für Anwohner gering zu halten.

Die Betriebe sind zudem zur Eigenüberwachung verpflichtet und müssen eine achtstündige Nachtruhe für die Nachbarschaft sicherstellen. Bei wiederholten Verstößen kann die Sondergenehmigung für einzelne Betriebe widerrufen werden.

Positive Resonanz auf Testphase

Die Stadt hatte die verlängerten Öffnungszeiten erstmals im Sommer 2025 für rund drei Monate getestet. Damit reagierte die Verwaltung auf das veränderte Freizeitverhalten, die wärmeren Abendstunden und die wirtschaftliche Situation der Gastronomen. „Menschen wollen die wärmeren Sommerabende draußen zusammen erleben“, so Haase.