Warum der Hechtsheimer Imbiss „Teufels Küche“ geschlossen hat

Im März wurde bekannt, dass der Imbiss „Teufels Küche“ geschlossen hat. Auch die Zukunft des Ladens scheint ungewiss.

Warum der Hechtsheimer Imbiss „Teufels Küche“ geschlossen hat

Schon seit den achtziger Jahren galt der Imbiss „Teufels Küche“ im Hechtsheimer Gewerbegebiet als beliebter Treffpunkt für viele Mainzer. Der 38-Jährige Sebastian Kost, der die „Teufels Küche“ die letzten sechs Jahre führte, beschreibt den Laden als Anlaufpunkt für die Leute aus der Gegend. „Die ‘Teufels Küche’ war so etwas wie ein sozialer Mittelpunkt, wo Leute sich kennengelernt haben“, erzählt Kost.

Doch seit Monaten brennt kein Licht mehr in dem Imbiss. Die „Teufels Küche“ öffnet bereits seit Januar nicht mehr. Anfangs konnten die Mainzer noch hoffen, dass es sich nur um eine kurzzeitige Pause handelte. Doch seit März ist bekannt, dass Kost den Betrieb aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr weiterführen kann.

Warum der Imbiss schließen musste

„Vor eineinhalb Jahren habe ich meine einzige Mitarbeiterin verloren“, sagt Kost gegenüber Merkurist. Danach habe er den Laden alleine stemmen müssen. Anfangs sei das für ihn noch tragbar gewesen. Seine Kundschaft habe sich zwar etwas verringert und er musste schließlich die Öffnungszeiten verkürzen, doch habe ihm die Arbeit weiterhin viel Spaß gemacht. „Es ist toll, wenn du dein eigenes Geschäft hast und ich habe mich gern mit den Kunden unterhalten“, so Kost.

Privat veränderte sich bei dem 38-Jährigen jedoch ebenfalls einiges. Da seine Lebensgefährtin an schwerem Diabetes leidet, musste Kost sich außer um den Laden auch um private Angelegenheiten kümmern. Hinzu kam, dass der Hund von Kost und seiner Lebenspartnerin krank wurde und zu dieser Zeit eine größere Aufmerksamkeit brauchte. „Irgendwann konnte ich einfach nicht mehr aufstehen“, erzählt Kost. Das war im Januar. Kost wusste lange Zeit nicht richtig, was mit ihm los war. Er berichtet von Panikattacken beim Einkaufen, innerer Unruhe und schlaflosen Nächten. Burn-Out und Angststörung - so lautete die vorläufige Diagnose, die ihm eine Therapeutin stellte.

Im März dann zog Kost die Konsequenz: Er entschied sich, den Imbiss zu schließen.

Wie geht es weiter?

Für Kost eine schwere Entscheidung. Die damalige Übernahme des Imbiss kam für ihn eher zufällig. Zuvor hatte der gelernte Gas- und Wasserinstallateur noch keine Erfahrungen in der Gastronomie gemacht. Kost beschreibt es „als einen Traum, den er nie gehabt hätte“. Daher liege ihm viel daran, dass der Imbiss, der mittlerweile zum Verkauf steht, in seinem Sinne weitergeführt werde. Einige Interessenten gebe es bereits, doch bisher sei nichts konkret. Wer sich berufen fühle, den Imbiss weiterzuführen, so Kost, solle sich gern bei ihm melden.

Interessenten für den Imbiss können sich das Angebot hier anschauen. (rk)

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