Altstadt-Pizzeria wird zum „Genießertreff“

Über 15 Jahre führte Dieter Grünewald einen Feinkostladen in Mainz. 2015 zog er sich dann zurück. Nun will Grünewald wieder in der Mainzer Gastronomie mitmischen. Dafür kooperiert er mit der Pizzeria „L'Ora della Pizza“.

Altstadt-Pizzeria wird zum „Genießertreff“

Vier Jahre war es still um den Mainzer Gastronom Dieter Grünewald. Seit der 79-Jährige im Sommer 2015 seinen Gastronomiebetrieb „Grünewald Gourmet“ wegen unschöner Ereignisse schließen musste (wir berichteten), hörte man nur noch wenig von ihm. „Wir brauchten vier Jahre, um uns von der Geschichte zu erholen“, erzählt Grünewald gegenüber Merkurist. „Wir waren schon eine Hausnummer und plötzlich war all das, was wir mit vielen Ideen und Kreativität aufgebaut haben, verschwunden.“

Trotz der negativen Erfahrungen der Vergangenheit sei für Grünewald und seine Frau irgendwann jedoch klar gewesen, dass sie in der Mainzer Gastronomieszene wieder Fuß fassen möchten: „Um das alles ganz aufzugeben, haben wir das, was wir gemacht haben, viel zu sehr geliebt“, so Grünewald. Doch einen eigenen Betrieb zu eröffnen, kommt für ihn nicht mehr in Frage. „Wir sind keine 20 Jahre alt mehr. Unser Ansatz ist es jetzt, Dinge weiterzuentwickeln und aufzuwerten“, sagt Grünewald.

Was geplant ist

Weiterentwickeln bedeutet für Grünewald in diesem Fall, gemeinsam mit dem Besitzer der Pizzeria „L’Ora della Pizza“ in der Seppel-Glückert-Passage, Usmair Shah, das dort vorhandene Angebot zu erweitern. Die Idee, sich zusammenzuschließen, kam von Grünewald. „Man geht durch die Stadt und sieht, was so läuft“, sagt er. Für Grünewald passen Feinkost und Pizza hervorragend zusammen. Daher schien es für ihn naheliegend, Shah eine Zusammenarbeit anzubieten. „Ich habe ihm mein Konzept vorgeschlagen und er war sofort begeistert“, erzählt Grünewald.

Laut Grünewald haben er und seine Frau mit Shah jemanden gefunden, mit dem sie ihre Ideen wunderbar realisieren können. Geplant ist, den Schwerpunkt in der Pizzeria, die künftig den Namen „Genießertreff Shah“ tragen soll, auf Wein und Feinkost zu legen. Pizza solle es laut Grünewald weiterhin geben, aber das Sortiment solle unter anderem um edle Delikatessen erweitert werden. Neben der Sortimenterweiterung sei in naher Zukunft ebenfalls eine räumliche Erweiterung angedacht. Damit das alles realisierbar ist, soll künftig außerdem neues Personal eingestellt werden. Die bisherigen Angestellten bleiben aber.

Wann es losgeht

Grünewald und seine Frau stehen Shah und seinen Angestellten bereits jetzt im Alltagsgeschäft zur Seite. „Wir sind seit dem 24. Mai beratend aktiv in der Pizzeria“, sagt Grünewald. Ab dem 1. Juni solle es dann so richtig mit den Vorbereitungen losgehen. Jedoch würde es erst noch eine Weile dauern, bis alle Vorhaben auch in die Tat umgesetzt werden können. So sollen die Umbauarbeiten voraussichtlich erst im Oktober beginnen und auch erst dann wird das Sortiment komplett ausgebaut sein. Bis dahin möchten Grünewald und Shah aber schon damit anfangen, den Außenbereich der Pizzeria „schöner“ zu gestalten und auch die Speisekarte sowie die Öffnungszeiten anzupassen.

Seit Freitag gibt es in der Pizzeria nun werkttags ab 9 Uhr auch Frühstück. Außerdem werden täglich von 12 bis 21 Uhr wechselnde Tagesgerichte angeboten. Eine Auswahl an Kuchen und Kaffeegetränken gibt es ab sofort auch. Ab dem 29. Main möchten Grünewald und Shah außerdem versuchen, einen „After Work Treff“ zu etablieren. Hierfür sollen unter anderem verschiedene Käsespezialitäten, Antipasti sowie Baguette angeboten werden. Dazu sollen verschiedene Weinsorten sowie Sekt eines bekannten Weingutes serviert werden. (mm)

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