Neues Lokal am Hopfengarten

Schon nach einem Jahr hat das „Hopfen und Malz“ am Hopfengarten in der Mainzer Altstadt wieder geschlossen. Der Nachfolger hat bereits eröffnet.

Neues Lokal am Hopfengarten

Nur etwas mehr als ein Jahr ist her, dass die Bar „Hopfen und Malz“ am Mainzer Hopfengarten eröffnete. Zuvor hatte sich jahrzehntelang die Kneipe „Zum Schambes“ in den Räumen befunden. Jetzt gibt es einen erneuten Wechsel: Vor einer Woche hat das „L'Angolo della Birra“ eröffnet.

Dass das benachbarte italienische Restaurant „Bistrorante L’Angolo“ einen ganz ähnlichen Namen hat, ist kein Zufall. Die Betreiber Hans-Jürgen Kern und Biagio Costa eröffnen mit „L'Angolo della Birra“ den „kleinen Bruder“ des Restaurants. „Es ging alles sehr schnell, wir haben im August übernommen und schon vier Wochen später eröffnet“, erzählt Kern gegenüber Merkurist.

Wie Kern sagt, habe das „Hopfen und Malz“ aus familiären Gründen geschlossen. „Wir hatten nach drüben Essen geliefert, dadurch ist ein guter Kontakt entstanden. Ich habe auch mal gesagt: ‘Wenn ihr irgendwann nicht mehr wollt, machen wir es gerne mit.’ Und jetzt war es tatsächlich so weit. Für uns hat das perfekt gepasst.“

„Bierbistro“ statt Bar

Eine offizielle Eröffnung habe es noch nicht gegeben, seit dem 3. September ist das Lokal aber offen. In den vier Wochen habe man schon einmal die Wände im L’Angolo-typischen Bordeauxrot gestrichen, Bilder aufgehängt, das Mobiliar ausgetauscht und das Kassensystem angepasst. Aber: „Es muss noch viel gemacht werden, es ist nach unseren Ansprüchen noch nicht perfekt“, so Kern. So ein Umbau sei früher recht einfach gewesen, heute ein „Abenteuer“. Viele Lieferungen dauerten derzeit monatelang.

Die Inhaber bezeichnen ihr neues Lokal als „Bierbistro“. Im Vergleich zu dem Restaurant gebe es „mehr Bier und eine kleinere Karte“. Eine klassische Bar sei „L'Angolo della Birra“ nicht, so gebe es keine Cocktails und auch kein „großes Barleben“. Dafür stehen aktuell zwölf Biere vom Fass von der Radeberger-Gruppe auf der Karte, dazu weitere Getränke wie Aperol und Campari Spritz. Eine eigene Küche hat das neue Lokal nicht, das Essen kommt vom „Bistrorante L’Angolo“.

Das Angebot und auch das Konzept könne sich in den nächsten Monaten noch ändern. „Es könnte sich noch mehr in Richtung Restaurant entwickeln“, sagt Kern. Das Winter- und das Sommergeschäft könnten sich auch stark unterscheiden. Unklar sei etwa, ob man im Winter ein Zelt aufbauen dürfe und welche Corona-Regeln für die Gastronomie gelten. „Wir sind aber optimistisch, haben schon Schlimmeres überstanden“, sagt Kern. Das „Bistrorante L’Angolo“ führt er bereits seit 28 Jahren, seit einigen Jahren gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Biagio Costa.

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