Fall Susanna: Mahnwache und Gedenkveranstaltung in der Altstadt

Versammlungen friedlich verlaufen

Fall Susanna: Mahnwache und Gedenkveranstaltung in der Altstadt

Nach dem Mord an der 14-jährigen Susanna aus Mainz haben am Montagabend zwei Kundgebungen in der Altstadt stattgefunden. Laut der Polizei Mainz blieb es während der beiden Veranstaltungen friedlich.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) veranstaltete um 18 Uhr eine stille Gedenkveranstaltung auf dem Gutenbergplatz. Wie die Polizei berichtet, beteiligten sich rund 150 Personen an der Kundgebung. An der Veranstaltung nahmen auch lokale Politiker wie Tupac Orellana (Linke), Marianne Grosse (SPD) sowie der rheinland-pfälzische Landespolitiker Daniel Köbler (Grüne) teil.

Die Initiative „Kandel ist überall“ hielt gleichzeitig eine Mahnwache vor dem Dom ab, an der knapp 35 Personen teilnahmen. Laut Polizei hatten sich außerdem rund 120 Personen an den Absperrgittern versammelt und gegen die Mahnwache protestiert. Insgesamt waren während der beiden Veranstaltungen 200 Polizisten im Einsatz.

Hintergrund

Am Mittwoch hatte die Polizei die Leiche von Susanna neben Bahngleisen im Wiesbadener Stadtteil Erbenheim gefunden. Wie sich herausstellte, ist die 14-jährige Mainzerin vergewaltigt und ermordet worden. Ein Iraker, der verdächtigt wird, Susanna getötet zu haben, hatte sich zunächst in sein Heimatland abgesetzt. Am Freitag konnte er von Sicherheitskräften aufgegriffen und verhaftet werden. Nach seiner Auslieferung wurde der Verdächtige Ali Bashar am Sonntag einer Amtsrichterin in Wiesbaden vorgeführt.

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