Mainzer Verein fordert: „Debatte um Kunsthalle endlich beenden“

Der Verein Spielraum Mainz wird für sein Engagement gewürdigt. In diesem Zuge übt er deutliche Kritik an der Stadt und fordert eine verlässliche Kultur-Infrastruktur.

Mainzer Verein fordert: „Debatte um Kunsthalle endlich beenden“

Der Verein Spielraum Mainz e.V. ist vom Deutschen Werkbund in den „Atlas des Gemeinsamen“ aufgenommen worden. Wie der Verein mitteilt, wird er damit für sein vorbildliches gemeinschaftliches und kulturelles Handeln gewürdigt. Die zugehörige Wanderausstellung wird am Dienstag (24. März) um 18:30 Uhr im Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz eröffnet.

„Es ist uns eine große Ehre, dass wir in dieser bundesweit beachteten Ausstellung [...] erneut zeigen können: Das Allianzhaus als Ort des Gemeinsamen ist eine enorme Chance, die Produktion und Präsentation von Kunst und Kultur in Mainz zu stärken“, so der Vorstand von Spielraum Mainz. Stadt und die stadtnahe Eigentümerin MAG sollten diese Gelegenheit für eine zukunftsweisende Stadtentwicklung nutzen und das Allianzhaus gemeinsam mit Kulturschaffenden weiterentwickeln.

Forderungen an die Stadt

Der Verein nutzt die Würdigung auch für klare Forderungen an die Politik. „Mainz kann wirtschaftlich, vor allem kreativwirtschaftlich, nur attraktiv sein, wenn Politik für eine verlässliche kulturelle Infrastruktur sorgt“, betont der Vorstand.

Dazu zähle nicht nur die Weiterentwicklung des Allianzhauses. Alle Beteiligten müssten „schnellstens dafür sorgen, die Debatte um unsere national und international so renommierte Kunsthalle zu beenden“. Die bisherige Finanzierung durch die Stadtwerke solle ungeschmälert fortgeführt und die Nachfolge der scheidenden Direktorin Stefanie Böttcher endlich ausgeschrieben werden, „bevor es noch peinlicher wird“.

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