Das Ensemble „tanzmainz“ des Staatstheaters Mainz ist in einer Kritikerumfrage von „tanznetz.de“ zur besten Compagnie gekürt worden, wie das Staatstheater am Freitag mitteilt. Die Auszeichnung folgt auf drei Nominierungen für den Theaterpreis „DER FAUST 2026“ und verschiedene Nennungen in der Kritikerumfrage des Fachmagazins „tanz“.
Die Kritiker feiern die Mainzer Tänzerinnen und Tänzer unter anderem für ihr „gleichbleibend hohes Niveau“ und als „fantastisch eingespielte Kompanie“, wie Isabelle von Neumann-Cosel schreibt. Nina Hümpel hebt die Arbeit von Tanzdirektor Honne Dohrmann hervor: „Er ließ Choreograf*innen für seine Kompanie kreieren, schon lange bevor sie berühmt waren wie Rafaële Giovanola, die in diesem Jahr den deutschen Tanzpreis bekommt, Guy Nader und Maria Campos, Sharon Eyal, Omar Rajeh und so viele andere.“
Auch in weiteren Kategorien erfolgreich
Auch in drei weiteren Kategorien zählte tanzmainz zu den Favoriten. So wurde Rafaële Giovanola für ihre Choreografie „Gravity“ als „beste Choreograf_in“ ausgezeichnet. Gelobt wurde dabei das „Abarbeiten an der Schwerkraft – und ein Ensemble, das dabei begeistert in die Vollen geht“. Das Staatstheater Mainz selbst wurde als „bestes Theater / Tanzhaus / Spielort“ genannt, das „immer wieder für Entdeckungen neuer Choreograf_innen gut“ sei.
Der Mainzer Intendant Markus Müller und Tanzdirektor Honne Dohrmann sind nach eigenen Aussagen glücklich über die Auszeichnungen und sehen sie als Bestätigung ihrer „kontinuierlichen Teamarbeit“.
Aktuell tourt das Ensemble mit dem Stück „Soul Chain“ durch Südamerika. Nach der Rückkehr proben die Tänzer für die Wiederaufnahme der Choreografie „Fall Seven Times“ von Guy Nader und Maria Campos. Das Stück wurde 2017 mit dem FAUST-Preis ausgezeichnet und ist ab dem 10. Oktober wieder in Mainz zu sehen.