Wie geht es mit dem Mainzer „Vapiano“ weiter?

Der Aktienkurs fällt, die Geschäftserwartungen werden gesenkt: Der Gastro-Riese Vapiano steckt in der Krise. Doch hat das auch Auswirkungen auf das Mainzer Restaurant?

Wie geht es mit dem Mainzer „Vapiano“ weiter?

Vapiano steckt in der Krise: Gleich mehrmals musste die Restaurantkette ihre Geschäftserwartungen senken. Der Aktienkurs ist seit 2017 um etwa 75 Prozent abgestürzt. „Dass wir unsere Erwartungen nach unten korrigieren mussten, liegt in unserer Expansionsstrategie begründet“, sagte der Vorstandsvorsitzende Cornelius Everke gegenüber dem „Spiegel“.

Die Strategie, auf schnelle Expansion und viele Neueröffnungen zu setzen, erweist sich jetzt offensichtlich als falsch. In den vergangenen Jahren war das Filialnetz von Vapiano um 32 neue Restaurants auf 231 Standorte angewachsen.

Lange Wartezeit

Auch das System des Gastro-Riesen scheint nicht mehr so gut anzukommen wie früher. Bei Vapiano gilt das Prinzip der Selbstbedienung: Die Gäste bestellen ihr Essen bei den Köchen und sehen, wie es zubereitet wird. Dabei kommt es oft zu längeren Wartezeiten im Stehen.

Auf die schlechten Zahlen will das Unternehmen nun reagieren und Filialen an unprofitablen Standorten schließen. Zählt dazu auch Mainz? Die Filiale in der Malakoff-Passage wird seit 2011 als Franchise-Betrieb geführt.

„Betrifft nur den Franchisegeber“

Auf Merkurist-Anfrage teilt Vapiano-Vorstandschef Everke mit, dass nach dem großen Wachstum jetzt Maßnahmen ergriffen werden, um „nachhaltige Profitabilität“ sicherzustellen. Dafür würden alle Restaurants hinsichtlich ihrer Ertragskraft geprüft. „Erst wenn diese vollständige Überprüfung abgeschlossen ist, können konkrete Aussagen zu einzelnen Restaurants getroffen werden.“

Konkretere Aussagen trifft Michael Schlarmann, Franchisenehmer in Mainz, Wiesbaden und Kaiserslautern. Er sagt: „Die aktuellen wirtschaftlichen Probleme betreffen nur den Franchisegeber, nicht die Restaurants in Mainz, Wiesbaden und Kaiserslautern.“ Auch Schließungen seien nur bei Filialen der Vapiano SE ein Thema. „Wir sind profitabel, in Wiesbaden seit 13 Jahren und in Mainz seit acht Jahren. Und das bleiben wir auch hoffentlich.“

(pk/ts/lp)

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