So viel Sex steckte im Mainzer „Tatort“

Dildos, Sado-Maso-Spiele und nackte Haut: Im neusten Mainzer „Tatort“ am Sonntag ging es in einigen Szenen heiß her.

So viel Sex steckte im Mainzer „Tatort“

Rund 7,6 Millionen Menschen haben am Sonntagabend den neuesten „Tatort“ aus Mainz („In seinen Augen“) in der ARD verfolgt. Im neusten Fall des Ermittler-Duos Berlinger und Rascher, gespielt von Heike Makatsch und Sebastian Blomberg, bekamen die Zuschauer außer einigen Drehorten in Mainz auch wieder nackte Haut und besonders bizarre erotische Momente geboten.

Sado-Maso-Spiele mit Ex-Häftling

Während beim letzten Mainzer Fall „Blind Date“, den die „Bild“ als „nacktesten ‘Tatort’ des Jahres“ (2021) bezeichnete, jüngere Darsteller für die erotischen Einblicke sorgten, waren es diesmal reifere Frauen. Im Mittelpunkt standen dabei die wohlhabende „Best Agerin“ Bibiana Dubinski, die an einem Insulin-Schock starb, und ihr geheimer Geliebter, der Ex-Häftling Hannes Petzold. Eigentlich ist dieser mit Bibianas Freundin Charlotte Mühlen liiert, die 30 Jahre älter ist als er. Doch für gemeinsame Sado-Maso-Spiele mit Bibiana hintergeht Hannes seine Freundin.

So läuft er etwa auf allen vieren, angeleint wie ein Hund, fast nackt durch den Keller von Bibianas Villa.

Auch Hannes’ Geliebte Bibiana, bei der die Spurensicherung nach deren Tod diverse Dildos und Vibratoren in der Schublade findet, ist in dieser Szene nur leicht bekleidet. In einem Netz-Oberteil steht sie vor ihrem jüngeren Geliebten und lässt ihn auf eine wertvolle Münze beißen. Tiefere Einblicke erhält der Zuschauer aber nicht.

Auf Twitter werden diese Szenen durchaus launig kommentiert: „Aaaalter, Softporno für die @ARD. Zielgruppe ist definitiv mehr als ich nervlich mitmachen kann“, meint ein Zuschauer. Und in Anlehnung an den Hollywood-Film „50 Shades of Grey“ kommentiert ein User mit Blick auf die reiferen Frauen, die eine wichtige Rolle in dem Krimi spielen: „50 Shades of Silverager.“

In einer weiteren Szene ist Hannes, der zunehmend unter Verdacht gerät, Bibiana getötet zu haben, nun wieder mit seiner eigentlichen Freundin Charlotte, gespielt von Michaela May, beim Liebesspiel zu sehen:

Für die intime Szene erhält die Schauspielerin auf Twitter durchaus viel Anerkennung: „Michaela May, ein schönes ungebotoxtes Gesicht einer 70-Jährigen, die dazu Mut hat, zu ihrem Alter ungeschminkt zu stehen“, kommentiert eine Userin. Der „Spiegel“ kann dem Film - und den Erotik-Szenen - aber letztlich nicht viel abgewinnen. In der Kritik des Nachrichtenmagazins heißt es: „Die Vermessung der Frau 60 plus: Dieser Tatort mit Heike Makatsch gibt vor, weibliche Sehnsüchte zu zeigen – macht die Figuren aber zwischen SM-Sex und Schiller-Rezitationen zu Abziehbildern.“

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