Wie sicher ist Mainz?

Welche Straftaten werden in Mainz am häufigsten begangen und wie haben sich die Zahlen in den letzten Jahren verändert? Die Mainzer Kriminalstatistik gibt Antworten auf diese Fragen.

Wie sicher ist Mainz?

Die Zahl der Tötungs- und Sexualdelikte ist in Mainz zwar im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, dennoch ist die Stadt die sicherste in Rheinland-Pfalz und dem Rhein-Main-Gebiet. Das geht aus aktuellen Zahlen der Mainzer Polizei hervor.

Weniger Körperverletzung und Diebstahl

2021 gab es in Mainz insgesamt 1745 Straftaten weniger als noch 2020. Im letzten Jahr lag die Gefahr, in Mainz Opfer einer Straftat zu werden, bei 6703 je 100.000 Einwohner. „Sie ist damit im Rhein-Main-Gebiet und in Rheinland-Pfalz die Stadt mit der niedrigsten Häufigkeitszahl und damit auch der geringsten Gefahr, Opfer einer Straftat zu werden“, so die Polizei. Zwar habe die Corona-Pandemie auch einen Teil dazu beigetragen, die Polizei selbst führt den Rückgang aber auch auf ihre eigenen „kontinuierlichen Bemühungen, Bürgerinnen und Bürger vor Straftaten zu schützen“, zurück.

Insgesamt gab es in Mainz weniger Raub, Körperverletzungen und Straftaten gegen die persönliche Freiheit (-10,5 Prozent). Auch die Zahl der Diebstähle ging zurück, schwere Diebstahlsdelikte gab es im vergangenen Jahr 3716 und damit fast 17 Prozent weniger als 2020. Außerdem wurde seltener in Wohnungen eingebrochen. Diese Zahl sank um 41 Prozent auf nur noch 304 Fälle. Zum Vergleich: 2018 gab es knapp über 1000 Einbrüche. Vermögens- und Fälschungsdelikte sanken um fast sechs Prozent, Straftaten wie Sachbeschädigungen und Beleidigungen um 7.

Mehr Tötungs- und Sexualdelikte

Gestiegen ist die Zahl der Tötungs- und Sexualdelikte. 2021 gab es insgesamt 19 Tötungsdelikte, davon neun versuchte. Damit stieg die Zahl um fünf Fälle an. In elf Fällen ging es um Totschlag, in fünf um fahrlässige Tötung, in zwei Fällen um Schwangerschaftsabbrüche und in einem Fall um Mord. Im Langzeitvergleich liege die Zahl der Tötungsdelikte laut Kriminalstatistik aber im unteren Bereich – 2012 gab es noch 34 Fälle. Einen Höchstwert erreichten die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Davon wurden im vergangenen Jahr 1208 aufgenommen. Vor allem gehe es dabei um Kinderpornographie und sogenannte NCMEC-Verfahren, also Fälle, die durch die US-amerikanische Organisation „National center for missing and exploited children“ über das BKA gemeldet werden. Die hohe Zuwachsrate von fast 50 Prozent ergebe sich vor allem aus der Verbreitung pornographischer Inhalte in Chatgruppen von Jugendlichen.

Ebenfalls gestiegen ist die Zahl der Subventionsbetrüge (+119 Prozent) und der Abrechnungsbetrüge (+160 Prozent). Das liege vor allem an Verfahren im Zusammenhang mit Sonderzahlungen für Gewerbetreibende im Rahmen der Corona-Pandemie. Die Antragsteller machten falsche Angaben und erhielten deshalb entsprechend falsche Geldsummen.

Die ganze Kriminalstatistik könnt ihr euch hier ansehen.

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