Mainzer Arzt Trabert startet Hilfskonvoi für Ukraine

„Fahrbares medizinisches Sprechzimmer“ seit Mittwochmorgen unterwegs

Mainzer Arzt Trabert startet Hilfskonvoi für Ukraine

Seit Tagen herrscht Krieg in der Ukraine. Hunderttausende Menschen sind inzwischen auf der Flucht vor den russischen Angriffen. Um nun einen Teil zur medizinischen Versorgung der Flüchtenden beizutragen, ist der Mainzer Arzt Gerhard Trabert gemeinsam mit Helfern zur polnisch-ukrainischen Grenze aufgebrochen, um die Menschen vor Ort mit Hilfsgütern zu unterstützen. Das gab Trabert am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite bekannt.

Viel Zustimmung für Aktion

Wie Trabert schreibt, bestehe sein Team aus einem weiteren Arzt, einer Krankenschwester und einem Kranken- beziehungsweise Altenpfleger. „In unserem fahrbaren medizinischen Sprechzimmer, ausgestattet mit allen wichtigen Medikamenten und Verbandsmaterialien, werden wir an der Grenze eine ärztliche Versorgung anbieten.“ Zusätzlich habe man Windeln, Kinderkleidung, Mützen, Handschuhe sowie Schlafsäcke und Isomatten zum Verteilen mit dabei.

Um kurz nach 6 Uhr morgens brachen Trabert und sein Team Richtung Osten auf, wie er in einem Video erklärt, das die Abfahrt der Hilfsfahrzeuge zeigt. Er rechne mit einer Fahrzeit von 12 bis 14 Stunden bis zum Zielort. Auf Facebook findet Trabert große Zustimmung und Dankbarkeit für sein Vorhaben. Schon mehr als 800 Likes erreichte sein Beitrag gegen Mittag. „Ihr seid die, die das Gute in die Welt bringen“, kommentiert eine Userin. Und ein anderer meint: „So gesehen gut, dass Sie nicht Bundespräsident geworden sind, sonst könnten Sie den Menschen jetzt nicht so effektiv zur Seite stehen!“

An diesem Freitag wird Trabert nun ins Schloss Bellevue nach Berlin zu Bundespräsident Frank Walter Steinmeier reisen (wir berichteten). Steinmeier hatte Trabert im Anschluss an die Wahl zum Bundespräsidenten, bei der auch Trabert angetreten war, zu einem Gespräch eingeladen. Darin soll es unter anderem um das Thema Obdachlosigkeit gehen.

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