Über 400 Menschen demonstrieren auf Mainzer Gutenbergplatz

Auf dem Gutenbergplatz demonstrierten am Donnerstagabend rund 400 Menschen gegen den Krieg in der Ukraine. Oberbürgermeister Michael Ebling rief zu Solidarität und der Aufnahme von Geflüchteten auf.

Über 400 Menschen demonstrieren auf Mainzer Gutenbergplatz

Die ukrainische Gemeinde in Mainz hat am Donnerstagabend zu einer spontanen Kundgebung am Gutenbergplatz aufgerufen. Grund für die Versammlung war der Angriff Russlands auf die Ukraine in der Nacht zuvor. Dem Ruf folgten nach Angaben der Polizei bis Ende der Kundgebung um kurz vor 19 Uhr über 400 Menschen. Mit vor Ort war auch der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD), der sich mit einem Appell an die Mainzer wandte.

Für Aufnahme von Geflüchteten

Ebling rief zu Solidarität mit der Ukraine auf. Die Europäische Union solle Russland eine Antwort geben, die dem Land die Schuld am Krieg erkennen lassen soll. Gleichzeitig zeigte sich Ebling traurig über die ersten Todesopfer in dem Konflikt. Nachdem die Veranstalter der Kundgebung bereits in ihren Eingangsreden die Aufnahme von Flüchtlingen in Mainz und im Rhein-Main-Gebiet gefordert hatten, schloss sich auch Ebling dieser Forderung an. „Die Stadt will wie in der Vergangenheit ein sicherer Ort für Geflüchtete sein,“ sagte er in seiner Rede. Damit wolle er zeigen, dass die Stadt Mainz auf der Seite der Ukraine und damit auf der Seite der Demokratie steht.

„Krieg ist Vergangenheit. Die Zukunft ist Demokratie. Die Zukunft ist unsere Werte von Freiheit. Die Zukunft, das ist dass wir solidarisch zusammen stehen und die Zukunft ist Frieden, davon bin ich überzeugt.“ - Michael Ebling (SPD)

Verein ruft zu freiwilligem Engagement auf

Viktorya Jost, Vorsitzende des Ukrainischen Vereins in Mainz, rief die Anwesenden dazu auf, sich freiwillig zu engagieren und weiter gegen das Geschehen in der Ukraine zu protestieren. „Die Ukrainer haben angekündigt, sie werden bis zum letzten Mann kämpfen. Lasst es bitte nicht zu!,“ sagte sie vor Ort. Zum Ende der Demonstration ergriffen weitere in Mainz lebende Ukrainer das Wort und wiesen auf aktuelle Hilfsmöglichkeiten hin. Besonders Schlafsäcke würden in der Ukraine aktuell benötigt werden. Die Veranstaltung endete gegen 19 Uhr im strömenden Regen mit der ukrainischen Nationalhymne.

Logo