So soll der Weihnachtsmarkt sicherer werden

Am Donnerstagabend eröffnet offiziell der Mainzer Weihnachtsmarkt. Damit die Besucher dort in den kommenden vier Wochen ungestört feiern können, treffen die Stadt Mainz und die Polizei einige Sicherheitsvorkehrungen.

So soll der Weihnachtsmarkt sicherer werden

Aufgrund der Anschläge auf Weihnachtsmärkte in Berlin und Straßburg in den vergangenen Jahren werden auch dieses Jahr in Mainz wieder etliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um die Besucher der Veranstaltung bestmöglich zu schützen. Einige dieser Maßnahmen und Sicherheitshinweise stellen wir Euch hier vor.

„Truck Blocs“

Die wohl optisch auffälligste Neuerung sind die sogenannten Truck Blocs. Diese sind mobile Pollerbarrieren, die am Montag am Höfchen in drei Reihen aufgestellt wurden. Laut Christian Schneider von der „Initiative Breitscheidplatz“, die sich für die Prävention und Abwehr von Angriffen mit Kraftfahrzeugen einsetzt, sind die Poller so konzipiert, dass sie selbst tonnenschweren Lkw standhalten.

Die „Truck Blocs“ sind dabei deutlich auffälliger als die Poller der letzten Jahre. Das bestätigt auch Tobias Hartmann von der Polizei Mainz. „Sie sehen brachialer aus als Beton-Poller, die mit Holz verkleidet sind.“ Über die neuen Poller sagte Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz (CDU) bei der Vorstellung des Sicherheitskonzepts zuletzt: „Die Besucher des Weihnachtsmarkts sollen bestmöglich geschützt sein. Wir wollen als Stadt zeigen, dass wir etwas für die Sicherheit getan haben.“

Mehr Polizei in Zivil

Zudem werden Polizisten wieder Streife auf dem Weihnachtsmarkt laufen und so sichtbar Präsenz zeigen. Die Bewaffnung der Beamten wird dann von der aktuellen Gefahrenlage abhängig sein. Unter Umständen könnten die Polizisten dann auch Maschinenpistolen dabei haben, so Tobias Hartmann von der Polizei Mainz.

Einige Polizisten werden für die Besucher des Markts aber nicht zu erkennen sein, weil sie in Zivil unterwegs sind. In diesem Jahr werden laut Polizei noch mehr dieser Beamten vor Ort sein als in den vergangenen Jahren. Ziel sei es hier, die Geschehnisse auf dem Weihnachtsmarkt besser zu überblicken. Damit sollen unter anderen Taschendiebe eher gestellt werden.

Taschendiebe

Vor diesen warnt auch wieder das Landeskriminalamt (LKA) Rheinland-Pfalz. Speziell auf Weihnachtsmärkten seien die Bedingungen für Taschendiebe besonders gut. Besucher sollten deshalb auf folgende Dinge achten: Nur so viel Bargeld mitnehmen, wie nötig. Geld und Papiere sollten in Innentaschen und dicht am Körper verstaut werden. Taschen sollten besonders nah am Körper getragen werden. Zudem empfiehlt das LKA, sofort seine Taschen zu kontrollieren, sofern man angerempelt wurde.

Mehr Kontrollen

Zusätzlich zur Präsenz auf dem Weihnachtsmarkt wird die Polizei häufiger Autofahrer an den Eingängen zur Fußgängerzone rund um das Höfchen und die Ludwigsstraße kontrollieren. Fahrer, die unerlaubt durch die Fußgängerzone fahren wollen, sollen dadurch von einer Einfahrt in diesen Bereich abgehalten werden. (mm)

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