Bei einer großangelegten Schwerpunktkontrolle in der Mainzer Innenstadt haben Behörden am vergangenen Donnerstag (8. Januar) insgesamt sieben Shisha-Bars und Gaststätten überprüft. Das meldet die Landeshauptstadt Mainz.
An der Aktion in den späten Nachmittags- und Abendstunden waren das Ordnungsamt, die Gewerbeaufsicht, die Polizei und die Feuerwehr beteiligt. Ein besonderes Augenmerk legten die Einsatzkräfte auf die Funktion der vorgeschriebenen Kohlenmonoxid-Warner (CO-Warner) sowie auf freie Flucht- und Rettungswege. Das farb- und geruchlose Gas Kohlenmonoxid entsteht durch die glühenden Kohlen der Wasserpfeifen und kann in zu hoher Konzentration zu Bewusstlosigkeit oder sogar zum Tod führen.
Zwei Bars geschlossen und kurioser Tierfund
Bei der Kontrolle mussten zwei Shisha-Bars kurzfristig geschlossen werden, da die Flucht- und Rettungswege nicht einwandfrei nutzbar waren. Die Feuerwehr überprüfte außerdem Feuerlöscher und die aktuellen CO-Werte, die jedoch überall im zulässigen Bereich lagen.
In einigen Fällen stellten die Kontrolleure Verstöße fest, weil CO-Warner nicht funktionierten – meist wegen leerer Batterien. Die betroffenen Betreiber müssen nun mit Bußgeldern rechnen. Die 16 überprüften Geldspielautomaten waren hingegen alle regelkonform.
In einer Gaststätte machten die Mitarbeiter einen kuriosen Fund: Im Raum, in dem die Kohlen für die Shishas erhitzt wurden, stand ein Käfig mit zwei Nymphensittichen. Daraufhin wurde der amtliche Tierarzt des Ordnungsamtes eingeschaltet, um die weiteren Maßnahmen abzusprechen. Die Stadt kündigte an, die unangekündigten Kontrollen fortzuführen.