Kurzer Prozess: Mainzer Polizei lässt Autoposer abschleppen

Mehr als 30 Fahrzeuge kontrolliert

Kurzer Prozess: Mainzer Polizei lässt Autoposer abschleppen

Bei gezielten Kontrollen von sogenannten Autoposern hat die Mainzer Polizei am Freitagabend in der Rheinallee zwei Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen und abschleppen lassen. Das teilt die Polizei am Montag mit.

Durch Vorkontrollen wurde der Verkehr auf der Mainzer Rheinachse stark selektiert und insgesamt 32 Fahrzeuge kontrolliert. In drei Fällen wurde festgestellt, dass Eintragungen in den Fahrzeugpapieren nicht hätten erfolgen dürfen, da die Umbauten nicht den Vorgaben entsprachen. Gegen einen 21-jährigen Oppenheimer sind bereits mehrfach wegen einer nicht genehmigungsfähigen Abgasanlage Bußgeldverfahren eingeleitet worden. Am Freitagabend fiel er nun erneut auf. Diesmal mit einem gefälschten Zulassungssiegel auf dem Kennzeichen und gefälschten Eintragungen mit Siegel in den Fahrzeugpapieren. Die Polizei stellte sein Auto sicher und ließ es abschleppen. Ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs und Urkundenfälschung wurde eingeleitet.

In weiteren 25 Fällen war die Betriebserlaubnis der Fahrzeuge wegen Veränderungen an den Abgasanlagen, Fahrwerk und insbesondere Manipulationen an der Lichtanlage wegen Abkleben der Leuchten und Verwendung nicht zugelassener Leuchtmittel erloschen. In vielen Fällen erlaubten die Beamten den Posern die Weiterfahrt unter der Bedingung, die Umbauten innerhalb einer kurzen Frist rückgängig zu machen und dies nachzuweisen. Lediglich bei sieben kontrollierten Fahrzeugen gab es keine Beanstandungen.

Wie die Polizei Mainz angibt, komme es insbesondere in den Sommermonaten zu auffälligem Fahrverhalten durch oftmals jüngere Autofahrer mit ungewöhnlich PS-starken Fahrzeugen. Starkes, hörbares Beschleunigen und ständiges Hin- und Herfahren führten dabei regelmäßig zu Beeinträchtigungen anderer Verkehrsteilnehmer und Anwohner der betroffenen Straßen. Darüber hinaus seien die meist neuwertigen und hochpreisigen Fahrzeuge oftmals technisch verändert. Regelmäßig falle bei den Kontrollen auf, dass ein Großteil der Fahrzeuge nicht aus Rheinland-Pfalz oder Mainz stammt. Die Autofahrer würden zum Teil große Strecken zurücklegen, um durch Mainz zu fahren, so die Polizei. Die Kontrollen werden demnächst fortgesetzt.

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