Privatanbieter aus Wiesbaden übernimmt Sammlung der Gelben Säcke in Mainz

Entsorgungsbetrieb verliert Auftrag

Privatanbieter aus Wiesbaden übernimmt Sammlung der Gelben Säcke in Mainz

Die Umstellung vom Gelben Sack auf die Gelbe Tonne in Mainz kann vorerst nicht stattfinden. Das entschied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz bereits Mitte September in einem Eilrechtsschutzverfahren (wir berichteten).

Wie die Stadtverwaltung Mainz nun mitteilt, bedeutet dies für die Bürger, dass die Gelbe-Sack-Sammlung ab 1. Januar 2021 für zunächst zwei Jahre beibehalten wird. Allerdings wird sich nun ein neuer Anbieter um die Sammlung kümmern. „Wer dies als beauftragtes Unternehmen durchführt, ist über ein von den Dualen Systemen gesteuertes Vergabeverfahren geregelt und rein privatwirtschaftlich organisiert. Für die Jahre 2021 bis 2023 erhielt das Unternehmen ‘Knettenbrech + Gurdulic’ aus Wiesbaden den Zuschlag für den Sammelauftrag durch die Dualen Systeme.“ Es löse damit ab dem kommenden Jahr den Entsorgungsbetrieb der Stadt Mainz ab, so die Verwaltung. Das Leerungsintervall von 14 Tagen bleibe aber weiterhin bestehen.

„Den Auftragsverlust des Entsorgungsbetriebes bei der aktuellen Vergabe hätte die Stadt Mainz gern verhindert, doch bei der bundesweiten Ausschreibung der Dualen Systeme hatte das Unternehmen ‘Knettenbrech + Gurdulic’ ein günstigeres Angebot abgegeben - und erhielt den Zuschlag“, heißt es weiter. Dazu sagt Umweltdezernentin Katrin Eder (Grüne): „Die stets tarifgerechte Bezahlung der Mitarbeiter sowie ein lärm- und schadstoffarmer, passgenau auf die gesamte Müllentsorgung wie auch zur Abholung der Gelben Säcke ausgerichteter Fuhrpark haben ihren Preis. Die personalintensive Sammlung auf Basis von Tariflöhnen kalkuliert ein privater Mitbewerber eben nicht ein - und kann daher günstiger bieten. Wir hätten die Entsorgung für die Dualen Systeme gern weiterhin bei uns gesehen.“

Der Sammelauftrag der Glasentsorgung wurde auf derselben Grundlage für den Zeitraum 2021 bis 2024 ebenfalls erneut an einen Privatbieter vergeben. Ob der Auftrag bei der aktuell in Mainz zuständigen Firma RMG verbleibt, ist laut Stadtverwaltung noch nicht abschließend geklärt. (pk)

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