„Viva Moguntia“-Aus: Das sagt die Stadt Mainz

„Massive und dauerhafte Anwohnerbeschwerden“

„Viva Moguntia“-Aus: Das sagt die Stadt Mainz

Nachdem das „Viva Moguntia“ auf Facebook seine Schließung zum 30. Juni bekannt gab (wir berichteten), hat sich jetzt auch die Stadt Mainz zum Aus der Altstadt-Kneipe geäußert.

„Viva“-Inhaber Martin Hofferberth hatte von einer „absurden Anzahl an fragwürdigen Ordnungswidrigkeitsverfahren“ geschrieben. Man habe die Stadtverwaltung nicht davon überzeugen können, dass das „Viva Moguntia“ einen Beitrag zum kulturellen Nachtleben der Stadt leisten wolle.

Antwort der Stadt

Laut Stadt gab es jedoch „immer wieder Probleme auf Grund von massiven und dauerhaften Anwohnerbeschwerden“. Diese bezögen sich vor allem auf Störungen der Nachtruhe und Verschmutzungen vor der Gaststätte. Der Betreiber habe sich nicht an Vereinbarungen gehalten. „So wurden vereinbarte Türsteherauflagen dauerhaft und wiederholt verletzt oder missachtet, es wurde zugelassen, dass entgegen der Absprachen Getränke mit auf die Straße genommen werden konnten und es mussten immer wieder massive Lärmbeschwerden dokumentiert werden.“

Das „Viva Moguntia“ sei die einzige Gaststätte in der Altstadt, bei der es über Jahre hinweg eine so hohe Anzahl an Anwohnerbeschwerden gegeben habe. Deshalb habe die Stadtverwaltung dem „Viva“ Ende November 2018 die Gaststättenerlaubnis entzogen. Dagegen hatte der Betreiber ein Eilrechtsgesuch beim Verwaltungsgericht eingereicht. Das Gericht entschied, dass die Gaststätte bis zur endgültigen gerichtlichen Klärung geöffnet bleiben darf – allerdings mit eingeschränkten Öffnungszeiten (wir berichteten).

Stadt stimmt Vorschlag zu

Wie die Stadt mitteilt, sei Betreiber Hofferberth während des laufenden Verfahrens vor dem Oberverwaltungsgericht Koblenz auf die Stadt Mainz zugekommen. Er habe von sich aus angeboten, die Gaststätte zum 30. Juni zu schließen. Voraussetzung sei, dass er bis dahin wieder mit den ursprünglichen Zeiten (sonntags bis donnerstags bis 24 Uhr; freitags und samstags bis 2 Uhr) öffnen könne. Diesem Vorschlag stimmte die Stadt zu.

(ps)

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